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"Eingriff in unsere Planungshoheit"

Tüttendorf zu Windkraft "Eingriff in unsere Planungshoheit"

Zu geringe Abstände zu Siedlungen im Außenbereich, Eingriff in die gemeindliche Planungshoheit, optische Umzingelungswirkung: Einstimmig hat die Gemeindevertretung Tüttendorf am Dienstagabend eine kritische Stellungnahme zu den Windenergie-Plänen des Landes verabschiedet.

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Blick von der B76-Auffahrt auf den Windpark Wulfshagen. Bereits vor 14 Jahren stellte Tüttendorf einen B-Plan auf, um mit diesem Instrument die Nutzung der Windenergie in der Gemeinde zu steuern.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Tüttendorf. „Auf unserem Gemeindegebiet wird das Sechsfache an regenerativer Energie erzeugt, was Tüttendorf selbst verbraucht”, sagte Bürgermeister Wolfgang Kerber. Bereits 2003, so heißt es in der von einem Planungsbüro für alle acht Amtsgemeinden verfassten Stellungnahme, habe Tüttendorf den B-Plan Nr. 1 aufgestellt, um die Nutzung der Windkraft im Gemeindegebiet zu steuern. Zum Windpark Wulfshagen gehören insgesamt sieben Anlagen, von denen zwei auf Felmer und fünf auf Tüttendorfer Gemeindegebiet stehen. Der vorliegende Entwurf des Regionalplans missachtet sowohl den sachlichen Teilflächennutzungsplan als auch den B-Plan, so die Gutachter. Die Gemeindevertretung empfindet dies als „Eingriff in unsere Planungshoheit“.

Tüttendorf beklagt darüber hinaus wie alle anderen Amtsgemeinden, dass der festgelegte Mindestabstand von 400 Metern für Einzelhäuser und Splittersiedlungen nicht angemessen sei und dies eine „nicht zulässige Ungleichbehandlung“ der Einwohner in den Außenbereichen sei. Auch ergäbe sich – auch für Tüttendorf – durch die geplanten Vorranggebiete in der Summe eine „deutliche Umzingelungswirkung“.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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