19 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Das letzte U-Boot seiner Art

Marinemodernisierung Das letzte U-Boot seiner Art

Die Modernisierung der deutschen U-Bootflotte ist abgeschlossen. Am Montag wurde in Eckernförde das U-Boot "U 36" für die Deutsche Marine in Dienst gestellt. Es ist das sechste und letztes Boot der HDW Klasse 212A, das in Kiel gebaut wurde. Die Indienststellung erfolgte mit einem Festakt im Marinestützpunkt Eckernförde.

Voriger Artikel
Vermutlich hat Fiete eine Stichverletzung
Nächster Artikel
Positive Ferndiagnose für Delfin Fiete

In Eckernförde wurde das neue U-Boot gefeiert.

Quelle: Frank Behling

Eckernförde. Die feierliche Zeremonie erfolgte unter der Leitung des stellvertretenden Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann (58). Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt überbrachte der Marine die Glückwünsche der Landesregierung.

Mit dem Befehl "Heiß Flagge und Wimpel" wurde um 14:45 Uhr  "U36" offiziell in den Dienst der Marine gestellt. Dieser Termin erfolgte fast zwei Jahre später als geplant. Der Grund waren erhebliche technische Probleme, die bei der Erprobung auftraten. Diese Probleme mussten in Kiel bei der Werft TKMS erst nachgebessert werden.

Am Montag übernahm jetzt der Kommandant der Besatzung "Golf", Korvettenkapitän Christoph Ploß (34), das Kommando über die Marineeinheit. Wie seine fünf Schwesterboote wird auch "U36" im 1.U-Boot-Geschwader in Eckernförde beheimatet sein.

"Dieses U-Boot ist das Modernste, was konventioneller U-Boot-Bau heute liefern kann", lobte Admiral Brinkmann. Gleichwohl leidet das Geschwader unter Personalmangel. So sei fast jede zweite Stelle in dem letzten deutschen U-Boot-Geschwader derzeit unbesetzt. Brinkmann rief zu mehr Werbung für die U-Boote auf. 

Eingesetzt werden soll das neue Boot im kommenden Jahr überwiegend in Nordeuropa sowie im Nordatlantik. Das 57 Meter lange U-Boot ist mit sechs Torpedorohren zum Abschuss von Schwergewichtstorpedos des Typs "Seehecht" ausgerüstet. Das von einem Elektromotor angetriebene U-Boot kann mehrere Wochen unter Wasser eingesetzt werden. Für die Stromerzeugung werden Brennstoffzellen und Dieselmotoren eingesetzt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Anzeige
Mehr zum Artikel
Grünkohlessen UV Nord
Foto: Ursula von der Leyen traf auf Ministerpräsident Torsten Albig, Landtagspräsident Klaus Schlie und Alt-MP Peter Harry Carstensen (von links).

Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) war in Kiel zu Gast beim Grünkohlessen des UV Nord: Folgerichtig stand der anstehende Auftrag für neue Korvetten der Marine im Mittelpunkt.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3