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Umzug mit Sauriern & Co.

Geotanium Gettorf/Brodersby Umzug mit Sauriern & Co.

Naturwissenschaftliche Inhalte sollen interessant und mit Mitmachoptionen vermittelt werden. Darauf kommt es dem Betreiber des Gettorfer Geotanium-Museums Johannes Jannsen an. Neben dem Standort im Dänischen Wohld will er bald einen zweiten in Brodersby in Schwansen eröffnen.

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Der Umzug läuft schon: Johannes Jannsen (links) will ein Mitmach-Museum in Brodersby eröffnen. Bürgermeister Christian Schlömer freut sich darüber.

Quelle: Rainer Krüger

Gettorf/Brodersby. Das Geotanium in der bislang ungenutzten Spielscheune im Ortsteil Schönhagen soll im Frühjahr 2016 die Türen öffnen. Es ersetzt den bisherigen Schwansener Standort im Museumsdampfer „Albatros“ in Damp.

Der Grund für den Umzug ist einfach. „Ich wollte mehr Platz für Ausstellungsstücke und Aktionen“, erklärt der Diplom-Geologe. Während er im auf Land liegenden Dampfschiff im Ostseebad Damp gut 100 Quadratmeter zur Verfügung hatte, ist es in der Spielscheune nun etwa das Doppelte. „Das gibt unter anderem Raum für einen Grabungsbereich, in dem Kindern nach einem Dinosaurier suchen können“, so der 43-Jährige. Denn auch Nachbildungen von Urzeitechsen gehören zum Museumsbestand. Den Styropor-Schädel eines Mosasaurus, eines zwölf Meter langen Meeresreptils aus der Kreidezeit vor 100 bis 70 Millionen Jahren, hat er bereits von Damp nach Schönhagen transportiert. „Weil Schleswig-Holstein damals unter Wasser lag, können Mosasaurierüberreste hier gefunden werden“, weiß Jannsen. Auch einen für das Geotanium neuen Piratenbereich plant der Diplom-Geologe und erstmals ein Café. „Es wird Kaffee und Kuchen geben“, kündigt er an.

Brodersbys Bürgermeister Christian Schlömer (CDU): „Alles, was den Standort belebt, ist gut. So haben Urlauber ein Angebot, das sie auch an Schlecht-Wetter-Tagen nutzen können.“ Jannsen hat die Spielscheune nach jahrelangem Leerstand von der Planet Haus AG gepachtet. Die Scheune gehört zum Komplex am ehemaligen Restaurant Seestern. Schlömer wäre es recht, wenn sich für die Gastronomie am Strand ein Betreiber fände.

Auch wenn in Damp noch Hinweisschilder auf das Urzeitmuseum stehen, wird es nach zehn Jahren in der „Albatros“ nicht mehr geöffnet. Mit Schönhagen verbindet Jannsen ein platzmäßig attraktives Angebot. „Ich habe hier auch meine Diplomarbeit über Uferabbrüche an der Steilküste geschrieben“, sagte er. Außerdem macht er dort schon seit 15 Jahren Strandführungen. Aber von Damp will er sich nicht ganz zurückziehen. Auch dort wird das sechsköpfige Geotanium-Team weiter Führungen anbieten. In der Spielscheune stehen schon 30 Stühle. „Für sie hatte ich bisher keinen Platz. Mit ihnen können auch Vorträge für Schulklassen gehalten werden“, meint Jannsen.

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