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Dirk Schulz setzt auf Präsenz vor Ort

Offene Pastorenstelle in Schinkel Dirk Schulz setzt auf Präsenz vor Ort

Für Menschen als Seelsorger stets ansprechbar zu sein, gehört für Dirk Schulz zum Selbstverständnis als Pastor. Dennoch würde der Bewerber für die vakante Pfarrstelle III der Kirchengemeinde Gettorf im Fall einer Wahl nicht ins Pastorat in Schinkel ziehen. Der Grund dafür ist seine Familie.

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Dirk Schulz hat sich um die Pfarrstelle in Schinkel beworben. Aus familiären Gründen würde er allerdings nicht ins Pastorat ziehen wollen.

Quelle: Rainer Krüger

Schinkel. Denn seine Frau ist die Waabser Pastorin Peggy Kersten. Mit ihr und den Kindern Anna (16) und Tim (13) wohnt er im Waabser Pastorat. Tochter Nora (21) lebt inzwischen in Hamburg. „Generell haben Pastoren Residenzpflicht. Doch wenn ein Ehepaar in zwei unterschiedlichen Kirchengemeinden tätig ist, gibt es sie nicht für beide. Deshalb wird geschaut, wo die Priorität gesetzt wird", erläutert der 50-Jährige. In seinem Fall sei klar, wo der Schwerpunkt liege. Wenn seine Frau aus Waabs wegziehen würde, wäre dort kein Pastor mehr. Hingegen seien in der Kirchengemeinde Gettorf Christa Loose-Stolten und Frank Boysen präsent. Weiter steht das Paar bei den Kindern im Wort. „Als wir 2010 nach Waabs kamen, haben wir ihnen versprochen, möglichst nicht wieder umzuziehen.“

 Damit widerspricht Schulz der Forderung des Schinkelers Uwe von Ahlften aus der Laiengruppe im Pfarrbezirk III. In einer Liste sammelt er Unterschriften dafür, dass die Wahl eines neuen Pastors mit dem Wohnsitz im Schinkeler Pastorat verbunden ist. Mindestens 40 Unterzeichner gibt es laut von Ahlften schon. Er betont, dass sich die Aktion nicht gegen die Person Dirk Schulz richtet. Vielmehr gehe es um die Struktur. Wie aus dem Erläuterungstext der Unterschriftenliste hervorgeht, wird befürchtet, das Pastorat könnte bei Leerstand entweiht und dann vermietet oder verkauft werden. Das würde „einer strukturellen Verarmung" in den Gemeinden des Pfarrbezirks Vorschub leisten.

 Schulz bewertet die Aktion generell positiv. „Sie zeigt die Verbundenheit der Menschen mit der Kirchengemeinde." Auf jeden Fall will er in Schinkel und Umgebung präsent sein. „Ich werde mir eine Unterkunft suchen, in der ich übernachten kann.“ Es werde Sprechzeiten geben. „Ich werde ein Diensthandy haben, auf dem ich stets zu erreichbar bin“, sagt er. Dass Pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsstätte funktioniert, erlebt Schulz jetzt in der Christkirchenkirchengemeinde in Rendsburg, wo er als Elternzeit-Vertreter tätig ist. Mit dem Pfarrbezirk III fühlt sich Schulz verbunden. Dort war er Ende der 90er Vikar. „Meine Tochter Anna wurde 1999 in Tüttendorf geboren.“ Schulz stellt sich am Sonntag, 6. September, ab 18 Uhr in einem Gottesdienst in der Kirche Zum Guten Hirten der Gemeinde vor.

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