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Viele Helfer unter einem Dach

Notruf-Organsationen stellen sich vor Viele Helfer unter einem Dach

Löschwagen der Feuerwehr, Gerätefahrzeuge des Technisches Hilfswerks und Rettungswagen des DRK – was aussah wie ein Großeinsatz, entpuppte sich am Wochenende als Präsentation der Rettungsorganisationen im Ostseebad. Unter dem gemeinsamen Dach „Notruf Eckernförde“ stellten sich die ehrenamtlich Aktiven mit ihrer Ausrüstung und ihren Aufgaben vor.

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Klaus-Dieter Grabow (im Fahrerhaus) stellt den Gerätekraftwagen des THW vor, der unter anderem mit Motorsägen, Trennschleifern, Lichtanlage und Winde ausgerüstet ist. Kim Wegner und Sandra Störmer vom ASB zeigen Interesse.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Bjarne sitzt stolz hinter dem Lenkrad eines Feuerwehr-Fahrzeuges. Der Fünfjährige darf sogar einen Helm aufsetzen, während Brandschützer Manfred Voßberg ihm die Technik im Cockpit erklärt. Mutter Meike Naujoks wartet derweilen geduldig auf ihren Sohn. „Mama, da müssen wir unbedingt hin“, habe er gerufen, erzählt sie mit einem verständnisvollen Lächeln. Und fügt an: „Hier ist es aber auch interessant.“

 Insgesamt zehn Fahrzeuge stellen die Rettungsorganisationen an diesem Tag in der Kieler Straße Süd vor. Mit dabei ist das Technische Hilfswerk (THW), das einen Gerätekraftwagen, ein Mehrzweckarbeitsboot und einen Info-Stand dabei hat. „Auf Vorführungen haben wir diesmal verzichtet“, erläutert Stephan Suhr, Koordinator des „Notrufs Eckernförde“. Das sei mit zu viel Lärm und Abgasen verbunden. Stattdessen beantworten die Helfer lieber Fragen zu Ausrüstung und Einsatz.

 Das THW beispielsweise ist auch in der Flüchtlingshilfe mit eingebunden. Die Helfer wirkten mit, Kasernen instand zu setzen und Container-Dörfer auszustatten. „Viele wissen gar nicht, dass wir ehrenamtlich sind“, sagt Suhr. Umso wichtiger seien Aktionen wie der „Notruf“, die auch der Nachwuchswerbung dienen. Dabei haben die Helfer auch die ältere Generation im Blick, etwa pensionierte Soldaten. „Manche fühlen sich noch fit und möchten sich engagieren“, weiß Suhr. Das THW hat inzwischen seine Altersbegrenzung von 60 aufgehoben.

 Nebenan steht der Arbeitersamariterbund (ASB) mit einem geländegängigen Unimog-Krankenwagen. „Wir arbeiten Hand in Hand zusammen“, sagt Patrick Saggau, Stützpunktleiter Eckernförde. Den ASB gibt es seit drei Jahren im Ostseebad. Er leistet unter anderem Sanitätsdienste im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Gegenüber ist das Deutsche Rote Kreuz präsent. Aus einer „Gulasch-Kanone“ werden hier Essensportionen ausgegeben – rund 200 Mahlzeiten werden aufgefüllt. Die Aktion „Notruf Eckernförde“ nennt Suhr beispielhaft. „Hier rücken alle Organisationen zusammen, man lernt die jeweils anderen und ihre Kompetenzen kennen.“ Auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist dabei. Am Hafen an der Holzbrücke zeigt sie ihr dort stationiertes Rettungsboot „Eckernförde“.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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