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Eckernförder wollen wieder ein Kino

Unterschriftenaktion Eckernförder wollen wieder ein Kino

Die Eckernförder und Bürger aus dem nahen Umland wollen unbedingt wieder ein Kino in der Innenstadt - und zwar so schnell wie möglich. Die Unterschriftenaktion der CDU, an der sich am Sonnabendvormittag auch die im Rat vertretenen FDP und der SSW beteiligt haben, schlägt ein wie eine Bombe.

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Katharina Heldt (CDU, links), Bernd Hadewig (FDP, 3. v.l.) und Rainer Bosse (SSW, 2. v.r.) sind überwältigt, wie viele Bürger spontan für den Kinostandort Skaterpark unterschreiben.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. Über 800 Passanten in der Einkaufsmeile Kieler Straße unterzeichnen die Listen binnen vier Stunden spontan. Etliche nehmen gleich einen Stapel mit, um sie im Bekanntenkreis weiterzureichen oder selbst an anderer Stelle auszulegen. „Wir sind überwältigt von der Resonanz“, sind sich die CDU-Fraktionsvorsitzende Katharina Heldt sowie der FDP-Vorsitzende Bernd Hadewig und Rainer Bosse vom SSW einig, als sich gleich nach Öffnung des Stands um 10 Uhr die Menschen um die Stehtische mit den Listen drängen.

SPD, Bürgerforum und Grüne hatten die Aufnahme des von der Verwaltung intensiv vorbereiteten Bebauungsplan-Verfahrens für einen Kino-Standort im derzeitigen Skaterpark in Bahnhofsnähe vergangene Woche abgeschmettert. Eckernförde besitzt nach dem Abriss des alten Kinos in der Fußgängerzone seit mehreren Jahren kein kommerzielles Kino mit mehreren Vorführräumen mehr. Der zunächst favorisierte Standort Bahnhof war an den hohen finanziellen Forderungen der Bahn gescheitert.

Kiel ist zu weit weg

„Die Politik muss dringend nochmals in sich gehen“, verlangen zum Beispiel Ute und Christian Blauert aus Barkelsby am Stadtrand. „Wir sind hier oft im Kino gewesen. Jetzt fahren wir ab und zu nach Schleswig oder Kiel. Aber das ist uns auf Dauer abends zu weit.“ Die Eckernförderin Dörte Nürnberg sagt, ihre Familie sei „entsetzt über Kommunalpolitiker, die nicht sehen wollen, welche Wünsche die Bürger haben“. Auch sei die Fortführung des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen in Eckernförde auf Dauer ohne Kino mit mehreren Sälen fraglich.

Der CDU-Ortsvorsitzende Daniel Günther und Stellvertreter Hendrik Söhler von Bargen ziehen kurze Bilanz: „So viele verärgert Bürger haben wir selten angetroffen. Das gibt Hoffnung, dass einige Vertreter im Rat ihre Meinungen doch noch ändern und man das Planverfahren auf den Weg bringen kann.“ Die Listenaktion soll fortgesetzt werden. Im Café Heldt liegen Exemplare aus, auf der CDU-Website stehen sie zum Download.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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