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Urlauber kommen auch im Winter

Tourismus in Strande Urlauber kommen auch im Winter

Alles im Winterschlaf an der Küste? So scheint es nur auf den ersten Blick. Strande ist auch um Weihnachten und zu Silvester bei Touristen und auswärtigen Tagesgästen gefragt. Zum Jahreswechsel sind die Hotels komplett ausgebucht.

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Mario Moritz (links) und Dennis Popp von Brunos Bistro am Strand bewirten Gäste jetzt auch an der Punschhütte mit Meerblick. Am Wochenende ist „die Hütte voll“, freuen sie sich.

Quelle: Cornelia Müller

Strande.  Festliche Atmosphäre am Abend: Der riesige Tannenbaum der Gemeinde stimmt Besucher schon vorn am Hafen auf die Festtage ein. Dahinter umspielen hunderte kleine Lichter den Wintergarten des Hotels Acqua Strande Yachthotel und die niedliche nordische Punschhütte. Wenige Schritte weiter strahlt das Strandhotel in festlichem Glanz. An der Promenade haben die drei Strandlokale Alexys, Brunos Bistro und Das Kaiser ihre Fenster und Eingänge heimelig geschmückt. Da lässt es sich doch entspannen, oder?

 „Das ist es, was uns die Gäste zurückmelden“, bestätigt Touristikchef Heiko Drescher. Tatsächlich sind Acqua, Strandhotel und Ostseehaus Bünger zu Weihnachten „sehr gut belegt bis ausgebucht“, wie die Inhaber bestätigen. Zwischen den Tagen sowie zum Jahreswechsel ist hier nirgendwo mehr ein Bett zu bekommen. Auch wer nicht über Nacht bleiben kann, sondern zum festlichen Menü mit Familien oder Freunden nach Strande fährt, hat längst reserviert. Einen freien Tisch fürs Silvester-Galamenü in Lasse Langes Strandhotel gibt es längst nicht mehr. Auch im Acqua geht für kurzentschlossene Gäste zum Jahreswechsel, der mit Festbüfett und zu später Stunde mit Tanz eingeleitet wird, gar nichts.

 Drescher ist darüber, dass die Gemeinde an der See immer mehr neue Fans findet, genauso froh wie Gastronomen und Vermieter. „Im unbeständigen Sommer 2015 hat sich der Trend sehr positiv auf die Touristikbilanz ausgewirkt. Unsere vier Hotels zählten 10484 Ankünfte, das sind 17,3 Prozent mehr als 2014. Dahinter verbergen sich 23362 Übernachtungen, was 9,6 Prozent Zuwachs heißt.“ Diese Daten beziehen sich nur auf die Hotels. 165 der insgesamt 346 Gästebetten gehören Privatvermietern, die nicht in den offiziellen Statistiken erfasst werden können.

 Die Übernachtungszahlen allein geben den wahren Wert des Fremdenverkehrs nicht wieder. Drescher: „Laut Spakassen-Tourismusbarometer wird für Übernachtungsgäste pro Kopf und Tag eine Ausgabe von 105,70 Euro angenommen. Nur auf unsere Hotels bezogen flossen also bis zum Saisonende im September 2,5 Millionen Euro in den Ort. Dazu kommen 24,10 Euro, die der Tagesgast durchschnittlich in Strande ausgibt. Ginge es nach ihm, dürfte Strande gern nachlegen mit größeren Quartieren und Unterkünften für Familien, „die zunehmend nachgefragt werden“.

 Woran liegt es, dass die Auszeit an der beschaulichen Außenförde, wo dem Gast oft der Wind kräftig ins Gesicht bläst, so ankommt? Heiko Drescher: „Wir haben nicht nur den gemütlichen Hafen, sondern inzwischen auch die schicke Promenade, die jeder lobt, und eine gastronomische Vielfalt mit frischen regionalen Produkten, die man sich auch auf vielen schönen Außenplätzen schmecken lassen kann. Das honoriert der Gast.“ Stimmt. An der Tiroler Skigondel von Kaiser-Wirt Georg Bauer, an der Punschhütte auf der Terrasse von Brunos Strandbistro, bei Alexys im Wintergarten mit Meerblick und im Pavillon unterm Bülker Leuchtturm finden Besucher es einfach urig – auf Strander Art.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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