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Sprottenschau im Museum

Verein "Alte Fischräucherei" Sprottenschau im Museum

Zwar gibt es nur einen Räuchermeister, doch seine Gesellen haben Ehrgeiz und packen gern mit an. Wie sich Sprotten im Ofen vom rohen Fisch in die über die Stadtgrenzen bekannten Delikatessen verwandeln, zeigten Meister Hartmann Hesse und sein Team am Ostersonnabend 400 Besuchern im Eckernförder Räuchereimuseum.

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Aufgesteckt an der Stange präsentiert Anja Ketelsen die frisch geräucherten Sprotten.

Quelle: Rainer Krüger

Eckernförde. Noch mehr im Blickpunkt als Hesse stand beim ersten Räuchergang Anja Ketelsen. Sie hatte die Aufgabe, die frisch geräucherten Sprotten nach dem ersten Abkühlen von der Stange in die Kiste zu bugsieren. Uwe Bengius, Vereinskamerad vom Trägerverein „Alte Fischräucherei“ erklärte gleich, wie die Sprotte gegessen wird. Dabei lasse der Eckernförder nämlich nichts umkommen und isst die Sprotte mit Gräten. „Das gehört mit zum Geschmack. Nur feine Pinkel ziehen die Gräten heraus“, beschrieb er mit gespielter Kritik die traditionelle Sprottenverkostung.

Dass beim Schauräuchern schon mal ein flotter Spruch kommt, war für Ketelsen absolut in Ordnung. „Wir haben im Verein viel Spaß“, ließ sie durchblicken. So fiel es ihr nicht schwer als Gesellin dem Räuchermeister seine Tricks abzuschauen. „Ich bin seit 2013 dabei. Mit ist es wichtig, dass die schöne Tradition den Räucherns in Eckernförde erhalten bleibt. Das Räuchern gehört zur Stadtgeschichte. Und außerdem esse ich gern Sprotten“, erklärte die 51-Jährige.

40 Mitglieder des Vereins wirkten als Helfer beim Osterräuchern mit. Gut 1000 Euro an Spenden für Sprottenkostproben kam nach Angaben des zweiten Vorsitzenden Werner Pötzsch zusammen. Einen Verwendungszweck hat Pötzsch schon. „Wir sind dabei den Nagelboden zu renovieren. Wenn alles klappt, können wir dort schon dieses Jahr Ausstellungen zeigen.“ Auf dem Boden nagelten früher Jungen die Sprottenkisten zusammen.

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