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Geburt e.V. berechnet Wirtschaftlichkeit

Entbindungsstation Geburt e.V. berechnet Wirtschaftlichkeit

Während der Kreis auf die Gutachten für die Zukunft der Geburtsstation an der Imland-Klinik in Eckernförde wartet, hat der Verein Geburt e.V. eine eigene Wirtschaftlichkeitsberechnung erarbeitet. Demnach ließe sich eine Geburtsstation als Belegabteilung mit Kinderstation als Hauptabteilung führen.

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Sina Dannath, Berit Eigenbrot und Alexandra Bruns (v.l.) vom Verein Geburt e.V. setzen sich für die Wiedereinrichtung der Kindestation ein.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. „Geburt ist ein Thema, das jeden Menschen betrifft“, stellte die Vorsitzende Berit Eigenbrot gleich zu Beginn der öffentlichen Vorstellung des vom Verein gefertigten Gutachtens Dienstagabend im Technik- und Ökologiezentrum fest. Die Zukunft der Geburtshilfe stehe auf wackeligen Beine – „wir wollen verhindern, dass sie in die Knie geht“. Derzeit wird die Geburtsstation bis auf weiteres als Hauptabteilung geführt, da es nach dem neuen Anti-Korruptionsgesetz noch keine klare Aussage zur Rechtssicherheit des bisherigen Belegmodells gibt.

Geburt e.V. hat sich in Eckernförde gegründet, ist aber inzwischen bundesweit aktiv, um sich für geburtshilfliche Leistungen einzusetzen. Alexandra Bruns, die gesundheitspolitische Sprecherin des Vereins und berufliche Gesundheitssystemanalytikerin, stellte die Berechnungen für Eckernförde vor. Demnach sei eine Geburtsstation als Hauptabteilung „ein Wunschtraum“, so Bruns. Um eine schwarze Null zu schreiben, müssten sich 1300 Geburten pro Jahr summieren – zu viel für die Eckernförder Klinik.

Realistisch ist nach den Vereinsberechnungen eine Geburtsstation als Belegabteilung, die sich schon mit 800 Geburten wirtschaftlich tragen würde. 824 wurden im vergangenen Jahr erreicht. Um die Geburtshilfe langfristig zu sichern, hält der Verein zudem die Kinderstation (auch als Wirtschaftsfaktor) für erforderlich. Modellrechnungen zeigten, dass eine Geburtsabteilung ohne Kinderstation teurer sei als mit.

Sinnvoll ist es laut Bruns, die Kinderstation als Hauptabteilung zu betreiben. Sie wäre dann in Kombination mit der Geburtshilfe mit einem Minus von nur 200000 Euro behaftet. Sollte das Land einen Ausgleichsfonds auflegen, dann ließe sich dieses Defizit noch weiter drücken. Zudem, so die gesundheitspolitische Sprecherin, könnte ein Ausbau der Kinderstation und eine Kooperation mit anderen Abteilungen die Effektivität noch erhöhen.

Die komplette Berechnung ist unter www.geburt-ev.de eingestellt.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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