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Kritische Töne zur Seniorenliga

Gettorf Kritische Töne zur Seniorenliga

Noch gibt es die „Seniorenliga Dänischer Wohld“ nur auf dem Papier. Ein Konzept sieht Wettbewerbe für ältere Menschen in Sport, Handwerk, Technik vor. Angeschoben wird das Vorhaben vom Gettorfer Seniorenbeirat. Am Dienstag gab es kritische Töne von Vereinen und Verbänden.

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Kritisierte die mangelnde Terminabsprache des Seniorenbeirates: DRK-Vorsitzende Jutta Drümmer (vorn).

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf.  „Es gibt schon positive Rückmeldungen“, berichtet Vorsitzender Roland Lauterbach mit Blick auf einen Auftaktworkshop mit Sportvereinen aus Gettorf, Osdorf und Dänischenhagen sowie der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand. Am Dienstag wollte der Seniorenbeirat das Interesse örtlicher Vereine und Verbände wie Awo, DRK, Sozialverband und Landfrauen abklopfen. Es gab kritische Töne.

 „Wir haben unser Limit erreicht“, sagte DRK-Vorsitzende Jutta Drümmer. Der Ortsverein arbeite seit Bestehen des Seniorenbeirates mit diesem zusammen. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen? Nach ihrem Eindruck gebe lediglich das DRK. Ein Beispiel: Veranstalte der Seniorenbeirat ein Frühstücksforum, bleibe die Nachbereitung gern am Roten Kreuz hängen – Nachfragen, Telefonate inklusive. „Wir haben eine Menge Mehrarbeit“, so Drümmer. Dabei biete das DRK schon eine breite Palette an. Sie wünsche sich bessere Terminabsprachen. Nach ihrer Ansicht sollte die in Gettorf geplante Anlaufstelle für Senioren bald „in Gang gebracht werden“. „Ich sehe mich außerstande noch weitere Aufgaben zu übernehmen“, so die Vorsitzende. Zum Hintergrund: Für besagte Anlaufstelle für ältere Menschen stellt die Gemeinde Gettorf Haushaltsmittel (10500 Euro) bereit, berichtet Tomas Bahr vom Amt Dänischer Wohld. Zudem wurde ein Förderantrag beim Bundesministerium gestellt. Es soll dort Veranstaltungen und Info-Angebote von Vereinen und Verbänden geben.

 Doch zurück zur Seniorenliga, die zur Förderung der körperlichen, geistigen, sozialen und kulturellen Beweglichkeit dienen soll. Nach Lauterbachs Vorstellung treten darin Senioren aus dem ganzen Wohld in „sanften Wettbewerben“ an. Dabei könne es um Fähigkeiten wie Kochen, Gartenarbeit, Tanz, Sketche, Boule oder Modellbau gehen. Zusätzlich steige jedes Jahr eine „Seniorade“, wobei eine Woche lang derartige Aktivitäten angesagt seien. „Wir müssen uns um die Menschen kümmern, die nicht allein für ihre Interesse einstehen können“, erklärte Awo-Vorsitzender Wulf-Dieter Stark-Wulf. Die Arbeiterwohlfahrt Gettorf und Umgebung sehe ihren Schwerpunkt momentan eher bei den Flüchtlingen – Senioren könnten sich durchaus beschäftigen.

 Unterdessen signalisierte Pastor Frank Boysen die Unterstützung der Kirche – gerade im kulturellen Bereich. Diese Aussicht erfreute den Beirat. Und die Kritik von Jutta Drümmer? Über Termine werde in den öffentlichen Sitzungen des Seniorenbeirats stets gesprochen, so Lauterbach. Was die Anlaufstelle betreffe, werde die Bewilligung des Förderantrages abgewartet.

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