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Kuddelmuddel auf dem Überweg

Verkehrsserie „Auf der sicheren Spur“ Kuddelmuddel auf dem Überweg

Manchmal scheint die Verkehrslage unklar: Wer hat hier Vorfahrt? Wo darf der Radler fahren? Wie vermeide ich Fehler? Unsere Zeitung klärt zusammen mit der Polizei Eckernförde in der Serie „Auf der sicheren Spur“ auf. Diesmal: Wenn Radler und Fußgänger parallel die Straße queren.

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Hier läuft alles richtig: Die Radler dürfen auf diesem Überweg in der Reeperbahn fahren, wenn sie Grün haben und auf dem gekennzeichneten Radstreifen (rechts) bleiben. Auf der Fußgängerseite (links) müssen sie dagegen absteigen. Passanten haben auf diesem Streifen der Querung zu gehen.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. An der Einmündung der Eckernförder Noorstraße in die Reeperbahn kommt es immer wieder zum regelrechten Kuddelmuddel auf beiden Überwegen für Fußgänger und Radfahrer. In beiden Fällen sind die Überquerungen der Fahrbahn mit Ampeln, die das Fußgänger- und das Radlersymbol zeigen, bestückt. Knackpunkt vor allem an der Querung der Reeperbahn: Die Anforderung der Grünphase für Fußgänger wie Radfahrer befindet sich ausgerechnet an dem Ampelmast, der seitlich an der extra gekennzeichneten Radfahrerfurt steht. Um zu drücken, muss man in jedem Fall zunächst den in beide Richtungen viel befahrenen Radweg queren und steht dann auf dem Überweg.

 „Danach muss der Fußgänger auf den Teil der Furt zurück gehen, der für ihn gedacht ist“, erläutert Joachim Wulff, stellvertretender Leiter des Polizeireviers Eckernförde. „Und niemand darf dabei behindernd auf dem Fahrradweg stehen bleiben. Radler, die geradeaus fahren, müssen in der Wartephase ungehindert passieren können. Am besten kehrt der Fußgänger wirklich auf den Fußweg zurück und wartet dort.“

 Das funktioniert in der Praxis häufig nicht, so dass Passanten oft genervt „weggeklingelt“ werden. Zweiter Unsicherheitsfaktor für Fahrradfahrer wie Fußgänger: Trotz auf dem Radweg aufgebrachter Piktogramme (weißer Radfahrer auf blauem Grund mit Pfeilen, die drei erlaubte Fahrtrichtungen angeben) benutzen viele Fußgänger die Furt für Radler und umgekehrt. Wenn das Ampellicht auf Grün schaltet, kommt es dann zu abenteuerlichen Ausweichmanövern. Auf der Fußgängerfurt hingegen müssen Radfahrer schieben, doch nicht alle halten sich daran.

 Wulff: „An solchen Kreuzungen müssen alle Verkehrsteilnehmer sehr aufmerksam sein. Radler dürfen auf Querungen nur dann fahren, wenn die Ampel auch das Fahrradsymbol zeigt und ihr Fahrstreifen von dem der Fußgänger abgegrenzt ist. Wer auf dem Fußgängerteil ist, muss immer absteigen. Das gilt auch für jeden Zebrastreifen.“ Noch etwas ärgert viele Passanten: Die Grünphase ist kurz. „Wird die Ampel rot, bevor man die Mittelinsel erreicht, muss man hier auf die nächste Grünphase warten“, betont der Polizist. „Das ist nach Straßenverkehrsordnung zumutbar. Auch auf der Mittelinsel kann man schließlich Grün anfordern.“

 Rätseln auch Sie über eine unübersichtliche Verkehrssituation in Eckernförde oder im Dänischen Wohld? Möchten Sie genauer wissen, wie Sie sich an einer kritischen Stelle verhalten sollen? Schreiben Sie uns Ihre Fragen per E-Mail an eckernfoerderredaktion@kieler-nachrichten.de (der Betreff lautet „Auf der sicheren Spur“). Die interessantesten Fälle nehmen wir selbst in Augenschein und klären sie gemeinsam mit dem Polizeirevier Eckernförde. Für die nächste Folge haben wir die Kreuzung an der Eiche in Dänischenhagen im Visier.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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