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Nicht immer rechts vor links

Verkehrsserie „Auf der sicheren Spur“ Nicht immer rechts vor links

Manchmal scheint die Verkehrslage unklar. Altes Fahrschulwissen hilft da nicht immer weiter. Unsere Zeitung klärt in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Eckernförde in der Serie „Auf der sicheren Spur“ auf. Diesmal geht es um abgesenkte Bordsteine in der Tempo-30-Zone.

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An der Eimündung des Jungfernstiegs in die Straße Am Exer in Eckernförde muss einmündender Verkehr warten, obwohl in beiden Straßen Tempo 30 gilt.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde/Schwedeneck. In einer Tempo-30-Zone gilt die Regel Rechts vor links. Anders sieht es aus, wenn zwischen zwei sich kreuzenden Straßen ein abgesenkter Bordstein vorhanden ist. Dass dann die Regel aufgehoben ist und der Verkehr auf der einmündenden Straße in beide Richtungen abwarten muss, bevor nach recht oder nach links abgebogen wird, ist augenscheinlich nicht jedem klar. Beispiel Am Exer/Jungfernstieg in Eckernförde: Der Jungfernstieg mündet in der Kurve an der Willers-Jessen-Schule in die Straße Am Exer. Hier ist zwar genau genommen kein abgsenkter Bordstein vorhanden. Der Mündungsbereich ist rot wie der angrenzende Gehweg gepflastert und von einem Streifen aus kleinen Granitsteinen deutlich von der Fahrbahn Am Exer abgegrenzt. Davor setzt sich der am Fußgängerüberweg vor der Stadthalle abgesenkte Bordstein fort. „Der Fall ist klar“, bestätigt Joachim Wulff, stellvertretender Chef des Polizeireviers Eckernförde. „Rechts vor links ist hier aufgehoben.“

 Anders ist der Fall in der Seestraße in Surendorf in Schwedeneck, wo ebenso Tempo 30 gilt. Aus der Ortsmitte kommend, biegt man entweder nach rechts in die Straße zum Kurstrand ab oder fährt geradeaus auf den Wendeplatz vor der Marineanlage zu. Überall gilt hier das Tempolimit und die Rechts-vor-Links-Regel. „Das gilt auch für die kleine Stichstraße zum Sportplatz und Sportheim“, betont Wulff. Ein Anwohner dieser Sackgasse hatte gefragt, ob die mit Betonsteinen gepflasterte Rinne zur Ableitung des Regenwassers, die auf den ersten Blick wie ein abgesenkter Bordstein wirkt, als solcher zu verstehen sei. Der Polizist: „Nein. Es gibt ja auch keinen Gehweg mit Bordstein auf dieser Straßenseite. Wer aus Richtung Bundeswehranlage oder aus Richtung Klärwerk auf diese Einmündung von rechts zufährt, ist nicht vorfahrtsberechtigt. Fahrzeuge aus der Sackgasse haben eindeutig die Priorität.“

 Rätseln Sie über eine unübersichtliche Verkehrssituation in der Region in und um Eckernförde oder im Dänischen Wohld? Möchten Sie wissen, wie Sie sich an der betreffenden kritischen Stelle richtig verhalten? Schreiben Sie uns Ihre Fragen per E-Mail an eckernfoerderredaktion@kieler-nachrichten.de (der Betreff lautet „Auf der sicheren Spur“). Die interessantesten Fälle klären wir gemeinsam mit dem Polizeirevier Eckernförde. Nächste Folge: Verkehrsregeln auf der Kreuzung Eiche in Dänischenhagen.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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