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Flatterhafte Wesen mögen Gärtners Hilfe

Vortrag über Falter Flatterhafte Wesen mögen Gärtners Hilfe

So bunt, so zart: Schmetterlinge faszinieren. Doch über 80 Prozent der 82 schleswig-holsteinischen Tagfalterarten sind bedroht. Experte Marx Harder klärt am Dienstag, 11. April, 19.30 Uhr, in der Bürgerbegegnungsstätte Eckernförde bei einem Nabu-Vortrag auf, was Gartenbesitzer für Falter tun können.

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Der Grünader-Weißling, auch Rapsweißling genannt, ist eine noch nicht akut bedrohte Tagfalterart. Doch über 80 Prozent der heimischen Schmetterlinge sind bereits in Gefahr.

Quelle: Marx Harder

Eckernförde. Marx Harder ist seit Jahrzehnten passionierter Falterspezialist. Er ist beteiligt am bundesweiten Tagfalter Monitoring Deutschland (TMD) und zählt unter anderem Exemplare und Arten auf festgelegten Referenzflächen. Ziel ist die Aufklärung der detaillierter Hintergründe des rapiden Artensterbens bundes- und europaweit.

Auf 900 Quadratmetern Garten auf dem Hof Schoolbek in Kosel hat er im Frühjahr 2015 die Erdmassen bewegen lassen, Boden abgetragen, Kies freigelegt und an andere Stelle aufgefüllt, eine idyllische Hügellandschaft erschaffen. Dank spezieller Wildblumenmischung und unverzüchteten Schmetterlingspflanzen ist die Fläche zum Paradies für Falter und andere Insekten gewachsen.

„Allein 20 Arten habe ich 2016 hier gezählt. Und jetzt fliegen schon die Zitronenfalter“, klärt er strahlend auf. „An einem konzentrierten Standort lässt sich ein Bestand fördern und die Entwicklung genauer ablesen. Aber man kann eine Art kaum isoliert ansiedeln und aufbauen. Dafür sind vernetzte Flächen nötig.“

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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