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Waabs lässt die Steine hüpfen

Ditsch-WM am 4. September Waabs lässt die Steine hüpfen

„So eine gute Gelegenheit, selbst mal Weltmeister zu werden, gibt es wohl nur ganz selten.“ Damit ist für Lukas Stöcks (18) aus Waabs alles gesagt. Täglich übt er für die erste Ditsch-WM am Sonntag, 4. September, in Waabs. Teilnehmer können spontan dazustoßen.

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Sie haben die Wurftechnik raus: Mit Gästen des Campingplatzes Heide trainieren die Animateure Lukas Stöcks (links) und Constantin Loreth für die Ditsch-WM am Sonntag.

Quelle: Rainer I. Krüger

Waabs. Das Ziel von Stöcks und andere Mitstreiter: Ins Wasser geworfene Steine sollen vorm Eintauchen möglichst viele Sprünge machen. Zwar kann die veranstaltende Tourismusvermarkterin Ostseefjord Schlei GmbH (kurz OFS) nicht hundertprozentig garantieren, dass es wirklich die erste und einzige Weltmeisterschaft in der Disziplin ist.

 Der Ehrgeiz von Stöcks ist trotzdem geweckt. Schließlich hat er geradezu ideale Trainingsbedingungen. Der Gymnasiast arbeitet nämlich als Animateur auf dem Campingplatz Heide. Am Ostseestrand des Areals in Kleinwaabs läuft der Wettkampf. Und was noch besser ist. „Als Animateur habe ich in den vergangenen Wochen auch Gäste im Ditschen trainiert“, berichtet er. Entsprechend gut kennt sich der Jugendliche mit dem WM-Reglement aus. „Es gibt zwei Disziplinen. So wird einmal der Meister der tausend Sprünge ermittelt. Dabei kommt es ganz klassisch darauf an, einen Wurf mit möglichst vielen Hüpfern zu schaffen“, sagt er. Er hat es schon auf sieben Sprünge gebracht.

 Sein Animateurkollege Constantin Loreth aus Herzhorn kam schon auf zehn. „Ich kann leider nicht bei der WM dabei sein“, bedauert der 17-Jährige. Da der Ditsch-Rekord allerdings bei 88 Hüpfern liegen soll, rechnet sich Stöcks in diesem Wettbewerb nicht die größten Chancen aus. Eher kann er sich vorstellen, „Meister der Genauigkeit“ zu werden. Dabei müssen von acht Steinen möglichst viele in ein Fangnetz mit 50 Zentimeter Durchmesser geditscht werden. Einen Tipp haben beide für alle Teilnehmer. „Wer mitmachen will, sollte sich schon vorher Steine suchen. Denn die guten Flachen sind nicht gerade leicht zu finden“, wissen beide aus Erfahrung.

 In beiden Disziplinen gibt es Klassen für Kinder und Erwachsene. Außerdem müssen sich Teilnehmer in Vorrunden für die Endkämpfe qualifizieren. Das Gelände wird um 10 Uhr freigegeben. Beim Tausend-Sprünge-Wettbewerb starten die Vorrunden um 11.30 Uhr (Kinder) und 12 Uhr (Erwachsene). Das Finale folgt um 14.30 Uhr. Beim Genauigkeitsditschen qualifizieren sich die Youngster ab 13 Uhr und die Erwachsenen ab 13.30 Uhr. Der Endkampf beginnt um 15 Uhr. Siegerehrung ist um 16 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Laut OFS-Marketingleiterin Andrea Simons haben bereits 30 Teilnehmer zugesagt. Die Anmeldung soll online über www.ditsch-wm.de erfolgen. Auch spontanes Dazukommen soll möglich sein. Einen Stressfaktor für eine mögliche Finalteilnahme hat Lukas Stöcks schon ausgemacht. „Wenn es ein Stechen gibt, müssen sich Teilnehmer binnen zwei Minuten vor Ort neue Steine suchen.“

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