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Froh über jede Wohnung, jedes Zimmer

Altenholz Froh über jede Wohnung, jedes Zimmer

Eine Flüchtlingskoordinatorin soll die Gemeinde Altenholz ab Mitte November bei der Betreuung asylsuchender Menschen entlasten. Das kündigte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) am Mittwoch in der Gemeindevertretung an: „Sie soll vermitteln, helfen und den Integrationsprozess beschleunigen.“

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Auf dem Feld gegenüber der Claus-Rixen-Schule sollen Häuser in die Höhe wachsen. Die Richtlinien für die Vergabe der Grundstücke sorgte für Diskussionen.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Denn die wachsende Zahl der Flüchtlinge macht auch Altenholz zu schaffen. „Ich bin froh und dankbar über jede Wohnung, jedes Zimmer, jedes Haus“, sagte Ehrich.

Gerade konnte die Gemeinde für fünf Jahre ein seit einiger Zeit leer stehendes Gebäude am Kronsberg 29 anmieten – zurzeit der einzige freie Wohnraum, der für neue Flüchtlinge zur Verfügung steht. Nächste, spätestens übernächste Woche rechnet die Gemeinde mit weiteren Zuweisungen, hieß es gestern. Bis zu 20 Flüchtlinge könnten in dem Haus untergebracht werden. „Das oberste Geschoss ist sofort nutzbar, im Erdgeschoss müssen noch Bäder und Küche rein“, sagte Ehrich.

Der Bürgermeister warb in der Gemeindevertretung mit Nachdruck für die zweite Planungswerkstatt zum Ortskern Stift am Sonnabend, 10. Oktober, ab 14 Uhr im Gymnasium Altenholz. Er rechnet mit schwierigen Diskussionen, hofft aber, dass am Ende ein „realistisches Konzept für diesen Ortsteil“ steht. Es sei vieles zu bedenken, auch wenn es für das brachliegende Gelände der ehemaligen Ladenzeile nun einen Interessenten gebe.

Große Einigkeit herrschte hingegen bei fast allen Tagesordnungspunkten am Mittwoch unter den Gemeindevertretern. So sprach sich das Gremium einstimmig für die große Lösung bei der Umgestaltung der Parkanlage am Gemeindezentrum aus. Dort soll nun eine generationsübergreifende Sport- und Freizeitanlage mit Bolzplatz, Hundeauslauffläche und einem Outdoor-Trainingsparcours entstehen. Die Gemeinde wird dafür Mitte Oktober eine finanzielle Unterstützung durch die Aktivregion „Hügelland am Ostseestrand“ beantragen. Bei einem positiven Bescheid müsste die Gemeinde von den Gesamtkosten in Höhe von knapp 113000 Euro etwa 69000 Euro selbst tragen.

Nur die neuen Richtlinien für die Vergabe von Wohnbaugrundstücken der Gemeinde sorgten am Mittwoch kurz für Diskussionen. Angesichts der Baulandknappheit sollen künftig 30 Prozent der nicht an Bauträger gebundenen Grundstücke frei vergeben werden; die übrigen sind zunächst für Kaufinteressenten mit mindestens einem Kind, ehrenamtlich Engagierte oder Menschen mit Schwerbehinderung vorgesehen. Die parteilose Gemeindevertreterin Heide König warb mit Blick auf kinderlose Ältere dafür, mehr Grundstücke frei zu vergeben, fand dafür aber keine Unterstützer. Unter anderem verwies CDU-Fraktionschef Jürgen Schlüter darauf, dass im geplanten Baugebiet gegenüber der Claus-Rixen-Schule in Klausdorf 5000 Quadratmeter für seniorengerechtes Wohnen und ähnliche Zwecke vorgesehen seien.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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Sie sind selbst noch nicht lange in Deutschland, haben über die ehrenamtlichen Sprachkurse bei der Zentralen Beratungsstelle (ZBBS) Deutsch gelernt und helfen nun anderen Flüchtlingen als Lotsen bei Ämter- und Arztbesuchen (von links): Ehsam (33) und Parinaz (31) aus dem Iran, Saad (31) und Bilal (29) aus Syrien und Maziar (27) aus dem Iran.

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