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Was tun in sechs freien Wochen?

Eckernförde/Noer Was tun in sechs freien Wochen?

Sommerferien! Endlich Zeit, um auszuschlafen und sich vom Schulstress zu erholen. Aber auch Zeit, um sich mit einem Job etwas dazuzuverdienen, mit der Schwester in ein Zimmer unters Dach zu ziehen oder sich mit der Familie auf eine Reise zu freuen. Wie Schüler die nächsten Wochen und Tage verbringen – wir haben drei gefragt: Jonas Combach (8) und Carina Weitershagen (10) aus Eckernförde sowie Jan Mues (18) aus Noer.

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Drei Schüler, drei Arten, die Ferien zu verbringen: Während Jan (Foto links) die meiste Zeit als Erntehelfer im Einsatz ist, freut sich Carina über das gemeinsame Zimmer mit ihrer kleinen Schwester und auf einen Dänemark-Urlaub. Jonas trägt, wann immer möglich, eine kurze Hose und dreht Runden auf Rad oder Roller.

Quelle: Steffi Boese

Eckernförde/Noer. Für Jonas gehört die kurze Hose zu den Sommerferien, sagt er – und das Spielen mit Freunden. Dafür fehlt ihm manchmal die Zeit, wenn Schule ist, denn als Zweitklässler an der Gorch-Fock-Schule Eckernförde hatte der Achtjährige schon einiges an Hausarbeiten zu erledigen. „Das kann auch mal nerven.“ So gar nicht nervt ihn jetzt, dass er „ein bisschen“ länger aufbleiben und morgens ausschlafen darf. Bei gutem Wetter wird Roller oder Rad gefahren, „das mache ich eigentlich jeden Tag“, und er will sich so oft wie möglich zum Fußballspielen verabreden.

Sollte das Wetter mäßig sein, hat Jonas spannende Lektüre auf dem Nachttisch liegen. „Von den Drei Fragezeichen Kids.“ Außerdem sind ein paar Tage Urlaub bei Oma und Opa in Rendsburg geplant, Ausflüge in das dortige Freibad und an den Eckernförder Ostseestrand sowie eine viertägige Tour mit seinen Eltern und der elfjährigen Schwester Laura in den Europapark nach Rust. In Deutschlands größtem Freizeitpark freut sich Jonas vor allem auf den Magenkitzel in seinem Lieblingsfahrgeschäft: „Achterbahn, weil das so schnell ist.“

Ein bisschen traurig ist Carina Weitershagen in die Ferien gestartet – weil sie noch an ihren letzten Tag an der Gorch-Fock-Grundschule in Eckernförde denkt. Bei der Verabschiedung vergoss die Viertklässlerin Tränen, „denn wir passten alle gut zusammen, und wir hatten die beste Klassenlehrerin der Welt“. Sie geht gern zur Schule, deshalb sind ihr sechs freie Wochen mehr als genug. „Ich mag die Schule lieber, weil man immer etwas dazu lernen kann, das ist aufregend.“

Aufregend ist auch etwas, was sie und ihre Schwester Lissi (6) gleich in den ersten Ferientagen durften. „Wir sind zusammen in ein Zimmer unters Dach gezogen, das haben wir uns schon ganz lange gewünscht. Jetzt können wir viel leichter zusammen spielen.“ Vorschule zum Beispiel, denn ihre Schwester wird nach den Ferien eingeschult – genau wie Carina, die die Jungmannschule besuchen wird. Ansonsten freut sie sich auf den Garten mit Pool, Spielhaus und Trampolin – und auf den Urlaub mit der ganzen Familie in Dänemark. Ein großer Wunsch der angehenden Fünftklässlerin dürfte allerdings nur schwer zu verwirklichen sein: „Ich möchte Mama und Papa mal eine Woche ganz für mich allein haben.“

Urlaub kommt für Jan weder in Dänemark noch anderswo in Frage. Der 18-jährige Lindhöfter hat nur zwei Dinge vor in der nächsten Zeit: „Ich will arbeiten und, wenn’s klappt, Fußball spielen.“ Morgens um 7 Uhr tritt der Jungmannschüler, der nächstes Jahr sein Abitur machen möchte, auf Hof Grünholz (Thumby) seinen Dienst als Erntehelfer an. „Ich arbeite gern in der Landwirtschaft, meine Kollegen hier haben mich toll aufgenommen“, sagt Jan, „außerdem mag ich einen straffen Zeitplan und möchte mir etwas dazuverdienen – am Strand liegen ist nicht meins.“

Wenn der Ernteeinsatz vorbei ist, fährt Jan am liebsten zum Training nach Gettorf, wo er beim GSC für die erste Herrenmannschaft im Mittelfeld kickt. „Teamsport liegt mir, und ich bin nicht schlecht.“ An Schule und bevorstehendes Abitur denkt er dagegen nicht – mit der Zusage für eine Lehrstelle im Bereich Landwirtschaft sieht er das Ganze relativ entspannt. Danach möchte er Agrarwissenschaft studieren, am liebsten in Kiel. Weil Schleswig-Holstein nicht nur in den Ferien so schön ist: „Ich mag hier nicht weg.“

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