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Marine-Dienst WTD71 baut Stellen ab

Eckernförde Marine-Dienst WTD71 baut Stellen ab

Die Wehrtechnische Dienststelle WTD71 für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und Forschung mit Sitz in Eckernförde muss erneut Stellen abbauen. Es soll aber kein Mitarbeiter entlassen werden und die Umstrukturierung möglichst sozialverträglich erfolgen. 

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Weithin sichtbar ist der Torpedoschießstand der WTD 71, der in die Bucht vor Eckernförde ragt. Ihm vorgelagert ist eine ausgetonnte Torpedo-Bahn.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Nach Vorgaben der Abteilung für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung im Verteidigungsministerium soll die Zahl der Dienstposten von 685 auf 610 reduziert werden. „Die Bundeswehr ist immer noch in der Umorganisation“, erläutert der Leiter Wolfgang Schlichting zum vorgegebenen Abbau der 75 Stellen. Den Standort Eckernförde der WTD71 sieht er nicht als gefährdet an. Die Aufgaben der Wehrtechnischen Dienststelle hätten sich nicht verändert, seien sogar ausgeweitet worden. Vor acht Jahren waren noch rund 1000 Mitarbeiter bei der WTD beschäftigt. In einer Selbstdarstellung der WTD im Internet – Stand November 2014 – ist von 830 Mitarbeitern die Rede.

 In enger Abstimmung mit den Personalvertretungen soll nun der neue Stellenabbau umgesetzt werden. „Wir sprechen über jeden einzelnen Mitarbeiter“, sagt Schlichting. Sein Plan ist es, dass jeder Betroffene weiterhin einen Arbeitsplatz haben wird. Es gebe allerdings keine Garantie, dass nicht einer von Kiel nach Eckernförde oder umgekehrt versetzt werden müsse. Die Umstrukturierung soll sozialverträglich erfolgen. Nicht betroffen von den aktuellen Streichungen ist die Ausbildungswerkstatt der WTD, in der angehende Elektroniker für Geräte und Systeme ausgebildet werden.

 Die Reduzierung der Dienstposten auf 610 soll bis zum Jahresende 2017 erfolgen. In Einzelfällen können Mitarbeiter bis Ende 2019 weitergeführt werden. Laut Schlichting besteht noch die Möglichkeit, Dienstposten oder kw-Vermerke („künftig wegfallend“) innerhalb der genehmigten Struktur zur Stärkung konkret absehbarer Projekte zu verschieben. Bei der WTD sind jeweils etwa zur Hälfte Arbeitnehmer und Beamte beschäftigt. Das Gros sind Ingenieure, Handwerker, Techniker und Wissenschaftler.

 Vor sieben Jahren wurde die WTD mit der Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik (FWG) in Kiel/Friedrichsort zusammengelegt. Durch die Fusion kamen damals rund 50 Dienstposten hinzu. Die WTD unterstützt insbesondere die Entwicklung neuer wehrtechnischer Systeme, prüft Marineschiffe und Gerätschaften auf ihre Einsatztauglichkeit, erstellt Funktionsnachweise und betreut Marinesystem im Einsatz. Weiter fortgesetzt werden die internationalen Kooperationen der Dienststelle, beispielsweise mit den Niederländern.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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