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Aktivregion verteilt Fördergelder

Whiskey-Museum profitiert Aktivregion verteilt Fördergelder

Das Whisky-Museum in Holzbunge machte das Rennen. Es erhielt zwar am Mittwoch bei der Vorstandssitzung der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand (HAO) in Sehestedt nicht die Zusage für den höchsten Prozentsatz an Fördergeldern, aber immerhin die Aussicht auf die größte Summe, nämlich 45000 Euro.

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Mit ungewöhnlicher Whisky-Flasche (von links): Thomas Krüger, Jens Nielsen, Andreas Betz, Dieter Kuhn und Birgit von Troilo.

Quelle: Birgit Johann

Sehestedt. Eckernförde soll für die Verschönerung des zweiten Abschnitts der Strandpromenade 34100 Euro bekommen, die acht Gemeinden des Dänischen Wohldes für ihren Zukunftsplan 26000 Euro. Die endgültige Genehmigung durch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) gilt als Selbstgänger.

 Da Krügers und Nielsens Vorhaben privater Natur ist, waren maximal 45 Prozent Fördersumme drin, die sie nun auch erwarten dürfen. Für die beiden anderen Projekte beschloss das HAO-Vorstandsgremium jeweils einstimmig mit 55 Prozent den Höchstsatz für öffentliche Vorhaben.

 Darauf durfte angestoßen werden, wenn auch nur mit drei Schlückchen. Krüger, bekannt durch seinen Rendsburger Laden „Krüger Chateaus und Chocolats Whisky”, hatte eine Kostprobe mitgebracht, die mit ihren 46 Prozent Alkohol an diesem Tag der Zahlen den Vogel abschoss. Probiert wurde erst nach dem Anwärmen des Glases in der Hand und ausgiebigem Vorgenuss per Nase. „Der zweite Schluck ist der beste und der dritte der interessanteste”, betonte der Rendsburger Schottland-Fan, der sich seit 40 Jahren dem Thema Whisky verschrieben hat.

 Im vorigen Jahr erwarb er das Redderhus (die KN berichteten), um es zur Touristenattraktion mit 1000 Sorten des Getränks aus gebrannter Gerste umgestalten zu lassen. Im September wollen er und sein Partner Jens Nielsen das Museum eröffnen. Erste Tastings sollen ab Juni möglich und schon bald über die Homepage www.whiskykrueger.eu buchbar sein. Seines Wissens sei es das erste richtige Whisky-Museum Deutschlands, betonte Krüger. Man hoffe auf internationale Kundenresonanz.

 Exquisite Confiserie-Leckereien, ein Store und ein Café mit Konditor vor Ort sollen das Angebot abrunden. Im Garten will Krüger eine „Speakers’ Corner” einrichten, seiner Recherche nach die vierte weltweit. Wer hier rede, sollte sich aber nur dem Thema Whisky widmen. Apropos: Mit der Schreibweise des Getränks – ohne e vor dem y – bekennt sich Krüger zur schottischen Variante. Als Erfinder des Whiskeys gelten eigentlich die Iren, um später die schottische Version markttechnisch abzuheben, hätten sich die Engländer hier für die sparsamere Schreibweise entschieden, erklärte er.

 Für Eckernförde skizzierte Bürgermeister Jörg Sibbel vorbehaltlich der Zustimmung der städtischen Gremien das Projekt „Strandpromenade, Teil II” als vierten Baustein eines Großvorhabens über mehrere Jahre. Man wolle 2016 nicht nur die WC-Container an Hunde- und Südstrand künstlerisch mit maritimen Motiven verschönern lassen, man beabsichtige auch, die kranken Kastanien zwischen Stadthotel und Wellenbad zu Hinguckern zu machen. Ähnlich dem stilisierten Holzfisch am Ostsee-Info-Center sollen aus den Resten der abgesägten Bäume im Rahmen eines Wettbewerbs Kunstwerke entstehen. Zuvor laufe eine Ausschreibung. Weitere Ziele seien die Anschaffung eines Spielschiffs für den Südstrand und die Sanierung des bestehenden am Hauptstrand.

 Mit dem Zukunftsplan wolle man in Zeiten knapper kommunaler Mittel im Dänischen Wohld effektiv Daseinsvorsorge treffen und die Gemeinde attraktiv halten, erklärte der Amtsdirektor und HAO-Vorstandsvorsitzende Matthias Meins. Wie für den Masterplan in den Hüttener Bergen seien Themenworkshops geplant. Die Cofinanzierung betrage zwei Euro pro Einwohner, und die meisten Gemeinden hätten schon zugestimmt. Für die aktuelle Förderperiode bis 2020 sind im HAO-Topf noch 2,179 Millionen Euro (89 Prozent).

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