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Abitur geht vor Produktion

Eckernförde Abitur geht vor Produktion

Sie waren optimistisch, doch erwartet hatten sie den Erfolg nicht. Umso größer war die Begeisterung als feststand, dass das Rauteck-Team der Eckernförder Jungmannschule Europameister ist. Bei den 26th JA Europe Company of the Year Competiton des Instituts der deutschen Wirtschaft und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ließen sie in Berlin die gesamte Konkurrenz hinter sich. Etwas mehr als eine Woche ist seither vergangen. Nach ausgiebigem Feiern stellt sich jetzt die Frage: Wie geht es weiter?

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Was wird aus der pfiffigen Idee? Bjarne Klockemann (links) und Bendix Sibbel präsentieren den Förde Öffner (rechts das Rohprodukt), der aus alten Gurtverschlüssen gefertigt wird.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Eines ist sicher: Am Donnerstag, 3. September, wird sich das Unternehmen Rauteck ab 19 Uhr in der Aula des Schulzentrums feierlich auflösen müssen. Ob das auch das Ende der Schülerfirma bedeutet, steht noch nicht fest. „Es wird schwierig, die Vorbereitung auf das Abitur mit der Produktion der Fördeöffner in Einklang zu bringen“, weiß Bendix Sibbel, Verwaltungsleiter im Rauteck-Team. Nach den Anstrengungen der vergangenen Monate suchen die Schüler derzeit Entspannung in den Ferien. Erst danach soll entschieden werden, welchen Weg Rauteck einschlagen wird.

Bis zum 3. September, so sagte Bendix Sibbel auf Nachfrage, sollen die vorliegenden Bestellungen für die Flaschenöffner aus Metallschnallen von ausgedienten Sicherheitsgurten abgearbeitet werden. Rund 1200 dieser Förderöffner habe man bereits verkaufen können, erklärte der 18-Jährige. Ob die avisierten Großaufträge von Brauereien über die Lieferung von 500 Öffnern erfüllt werden können, vermag der Jungmannschüler zum augenblicklichen Zeitpunkt nicht zu sagen. Und ob man mit der Quattro GmbH, ein Tochterunternehmen der Audi AG, ins Geschäft komme, ist ebenfalls noch unklar. Die Gesellschaft interessiert sich ebenfalls für die Öffner.

Dass die Rauteck-Idee Potenzial hat, darüber sind sich alle Mitglieder des jungen Unternehmens einig. Doch die Vorbereitungen auf das Abitur im kommenden Jahr hätten derzeit schlicht Vorrang, unterstreicht der Sprecher des Teams. Wie es danach weiter gehe, vermag momentan keiner genau zu sagen.

Während der Hauptversammlung, in deren Verlauf das Unternehmen aufgelöst werden muss, soll es auch um die Frage gehen, ob man sich den Firmen- und den Produktnamen Fördeöffner schützen lassen solle.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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