16 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Windparkplänen geht die Puste aus

Schwedeneck Windparkplänen geht die Puste aus

Die Landesplanung hat die von der Gemeinde Schwedeneck beantragte Ausnahmegenehmigung für den Bau eines neuen Windparks vorerst zurückgestellt. Südlich von Surendorf sollten drei 175 Meter hohe Windmühlen entstehen. Das bedeutet aber noch nicht das endgültige Aus für die Pläne.

Voriger Artikel
Zeichen gegen braunen Sumpf setzen
Nächster Artikel
Lesung am Bülker Leuchtturm

Im Windpark Schwedeneck stehen drei Mühlen - die Pläne für drei weitere sind nun vorerst gestoppt.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Schwedeneck. Falls es in Schleswig-Holstein nicht genügend Eignungsflächen für Windkraftanlagen geben sollte, bestehe die Möglichkeit, das noch Gebiete einbezogen werden, die zurzeit ausscheiden, erklärte David Helmbold von der Bürgerinitiative Gegenwind Schwedeneck. Mit der Bauleitplanung für den Windpark ruht auch das Bürgerbegehren, mit dem die BI unter anderem eine maximale Höhe der Windmühlen von 120 Metern erreichen möchte.

 Weil die Windparkpläne nicht endgültig beerdigt sind, findet auch die erste Infoveranstaltung der Bürgerinitiative am Donnerstag wie geplant statt. Themen sind unter anderem der Sachstand zur Windkraftplanung in Schwedeneck, Schall und Infraschall sowie Aspekte wie Tourismus und Naturschutz. Falls es doch zu einer Windparkplanung kommt, würde sich die BI unter anderem dafür stark machen, dass die Windmühlen mit einer radargestützten Lichtanlage versehen werden, die nur angeschaltet wird, wenn ein Flugzeug sich nähert. Ein weiteres Ziel: Der Abstand zur Wohnbebauung sollte auch im Außenbereich mindestens 800 Meter betragen.

 Begründet wurde die Zurückstellung damit, dass das Gebiet in einem regionalen Grünzug liegt, außerdem in einem sogenannten charakteristischen Landschaftsraum, in dem bis 2012 keine Windkraftanlagen gebaut werden durften. Bisher sind nach Auskunft der Staatskanzlei 93 Ausnahmen erteilt worden. In 107 Fällen wurde eine Ausnahme nicht erteilt.

 

 Letztlich sei es eine politische Frage, welche Kriterien das Land bei der Planung anlegen werde, sagte Schwedenecks Bürgermeister Gustav Otto Jonas (SPD). Das Planverfahren für das Gebiet zwischen Surendorf und Sprenge östlich der B503 „steht erst mal still“. Am 22. Februar werde der Bauausschuss über die Zurücknahme der Veränderungssperre reden, da ein Bau zurzeit ohnehin nicht möglich sei, erklärte der Bürgermeister.

 Nachdem das Oberverwaltungsgericht Schleswig im Januar 2015 die Regionalpläne gekippt hatte, gilt noch bis Juni 2017 ein Genehmigungsstopp in Schleswig-Holstein. Der Bau neuer Anlagen ist seither nur über Ausnahmen möglich. Beim Investor waren gestern keine Informationen zu bekommen, wie es nun weitergeht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3