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Der Norden legt zu

Tourismus Der Norden legt zu

Schleswig-Holstein ist als Urlaubsland auf der Erfolgsspur. Rund fünf Prozent mehr Übernachtungen gab es nach Angaben von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) im ersten Halbjahr 2016. Die größten Zuwachsraten verzeichneten die Ostseeküste und die Holsteinische Schweiz.

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Verlässlicher und flexibler Ferienspaß

„Gute Verbindung von städtebaulicher und touristischer Entwicklung“: Wirtschaftsminister Reinhard Meyer im Gespräch mit Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Touristikmanager Stefan Borgmann bei der Besichtigung des Apartmenthauses am Eckernförder Hafen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Bei einer Info-Tour von Eckernförde über Damp nach Flensburg sprach sich Meyer am Donnerstag dafür aus, gezielt weiter in die Qualität zu investieren sowie Angebote für die Nebensaison zu erweitern. „Die Entwicklung des Landes hin zu einer Ganzjahresdestination sichert Arbeitsplätze und stärkt die Wirtschaftlichkeit der Betriebe“, sagte er. Das Land unterstütze die Kommunen dabei, in die Infrastruktur zu investieren. Eckernförde ist nach seinen Worten ein gutes Beispiel für die Verbindung von städtebaulicher und touristischer Entwicklung. Vor Ort warf er einen Blick in das neue Apartmenthaus an der Hafenspitze. Die 42 Ferien-Apartments, die seit Mai 2014 über die Touristik vermietet werden, haben nach Angaben von Touristikmanager Stefan Borgmann bislang zwei Millionen Euro an Umsatz und 45000 Übernachtungen gebracht. „Wir konnten Gäste dazu gewinnen, ohne bestehenden Betrieben etwas wegzunehmen.“ Das Ostseebad selbst zählt 200000 Übernachtungen und 70000 Urlauber im Jahr sowie 1,7 Millionen Tagesgäste.

 Positiv beurteilte Meyer die Abschaffung der Strandgebühr vor acht Jahren in Eckernförde. „Das könnte ich mir auch in anderen Küstenorten vorstellen“, so der Minister. Da seien aber noch dicke Bretter zu bohren. Er warb für einen behutsam wachsenden Tourismus mit Qualität und Nachhaltigkeit, der das ganze Jahr über Urlauber nach Schleswig-Holstein bringe. Öffentliche Investitionen in die Infrastruktur ziehen nach seinen Worten private Investitionen nach sich. In Eckernförde ist das laut Borgmann nicht nur an der Hafenspitze erkennbar, sondern auch in der verkehrsberuhigt ausgebauten Frau-Klara-Straße mit der Belebung von Höfen. Bürgervorsteherin Karin Himstedt (CDU) nannte die Entwicklung des Tourismus im Ostseebad eine „Erfolgsgeschichte“. Was fehle, seien noch weitere Hotelkapazitäten.

 Um die Belegungen in der Nebensaison weiter voranzubringen, hat der Verein Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) die Initiative „Winterschön“ gestartet. Damit soll laut OHT-Geschäftsführerin Katja Lauritzen erstmals der Urlaub in der Nebensaison von Oktober bis März beworben werden. Mit sieben Millionen Gästen und über 27 Millionen Übernachtungen konnte Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr seinen Abstand zu Mecklenburg-Vorpommern erneut verringern. In der aktuellen Wachstumsdynamik liegt das nördlichste Bundesland auf Platz drei hinter Bayern und Hamburg.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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