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Vier Prozent mehr Unfälle

Kreisstatistik Vier Prozent mehr Unfälle

Mit 6686 Karambolagen war die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Rendsburg-Eckernförde 2015 so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Im Kreisteil Eckernförde bestanden Häufungsstellen in den Bereichen B76/Neudorf-Bornstein sowie Lornsenplatz und Gaehtjestraße/Pferdemarkt in Eckernförde.

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Ein Unfall-Brennpunkt mit vielen Rotlicht-Verstößen ist der verkehrsreiche Lornsenplatz in Eckernförde.

Quelle: ure

Eckernförde. Laut Unfallstatistik 2015 gab es einen Anstieg um vier Prozent, der aber noch unter dem Landestrend (plus 6,3 Prozent) lag.

 Als tragische Spitze ragen vier Verkehrsunfälle mit insgesamt vier Toten, einem Schwer- und sechs Leichtverletzten im Bereich B76/Neudorf-Bornstein aus der Statistik heraus. Am 4. April war hier ein Motorradfahrer beim Zusammenstoß mit einem Pkw tödlich verunglückt. Am 18. Juni stieß ein Pkw auf der Gegenfahrbahn mit einem Lkw zusammen. Und am 25. September starben zwei Motorradfahrer bei einem Überholmanöver. Inzwischen wurde für diesen Streckenabschnitt ein Überholverbot erlassen.

 In Eckernförde ist dieser Häufungspunkt neu: Auf der Kreuzung Gaehtjestraße/Pferdemarkt krachte es vergangenes Jahr gleich sechs Mal mit zwei Leichtverletzten. Weiter kam es auf dem verkehrsreichen Eckernförder Lornsenplatz zu sieben Unfällen mit sechs Leicht- und einem Schwerverletzten. Bei sechs dieser Unfälle auf dem Knotenpunkt hatten Autofahrer aus der Richtung Reeperbahn die rote Ampel missachtet. Nicht mehr als Häufungspunkt taucht 2015 die gefährliche Ecke B76/Noorstraße auf. Hier waren die statistischen Anforderungen (mindestens zwei Schwerverletzte, drei Unfälle gleichen Typs oder sechs Unfälle unterschiedlichen Typs) nicht erfüllt. Dieser Bereich müsse aber weiter intensiv betrachtet werden“, betont Petra Strahl, Sachgebietsleiterin der Polizeidirektion Neumünster. Bei 18,5 Prozent aller kreisweiten Unfälle begingen Beteiligte Fahrerflucht. Dabei handelte es sich zumeist um Bagatellfälle. Insgesamt starben 2015 auf den Straßen des Kreisgebietes elf Personen, 271 wurden schwer und 1037 leicht verletzt. Hauptunfallursachen waren außerhalb der Ortschaften zu schnelles Fahren und innerorts Vorfahrtmissachtungen und Abbiegefehler. Als „hohes Dunkelfeld“ schätzt die Polizei die Ablenkung durch Handys ein.

 Bei Unfällen mit Radfahrerbeteiligung (336) gab es im Kreis eine Steigerung um fast zehn Prozent. Unter den 332 verletzten Radlern befanden sich 52 Kinder und 62 Senioren. Zwei Radfahrer wurden bei einem Verkehrsunfall getötet. 47 Prozent der verunglückten Radler verursachten den Unfall selbst. Kinderunfälle im Straßenverkehr sind mit 103 Verunglückten leicht zurückgegangen.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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