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Stadt verzeichnet Belegungszuwachs

Zahlen rund um den Tourismus Stadt verzeichnet Belegungszuwachs

Touristik und Eckernförde, das sei untrennbar miteinander verbunden, sagt Stefan Borgmann, Chef der Eckernförde Touristik und Marketing Gesellschaft (ETMG). Das war nicht immer so, doch nachdem die Fischindustrie in der Ostseestadt nur noch marginale Bedeutung hatte, legte der Tourismus unaufhaltsam zu.

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Ein voller Erfolg: das Appartementhaus an der Hafenspitze.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Die Zeit der provisorischen Unterkünfte ist längst vorbei. Nur wer sich professionell aufstellt, kann am Erfolg der Entwicklung teilhaben.

Eines dieser Beispiele ist das Apartmenthaus an der Hafenspitze. 2014 in Dienst gestellt, verzeichnete es im ersten Jahr 12462 Übernachtungen. Das Jahr 2015 folgte mit 18172 Übernachtungen, für die ersten drei Monate 2016 konnten bereits 2907 Übernachtungen gebucht werden, mit über 20000 rechnet die ETMG für das Gesamtjahr. Durchschnittliche Belegungstage je Wohnung: 150 Tage.

Inzwischen sind in Eckernförde über 200 000 Übernachtungen zu verzeichnen. „90 bis 95 Prozent der örtlichen Betriebe verdienen in irgendeiner Weise durch den Tourismus“, so Borgmann. Und weil es so gut laufe, würden immer mehr Wohnungen nachgefragt. Entscheidenden Anteil am Umsatzwachstum hätten das Apartmenthaus, der neue Wohnmobilstellplatz und neue Ferienwohnungseinheiten.

„Deshalb wäre auch ein neues Hotel sehr sinnvoll“, ist Borgmanns Eindruck. Wegen der gestiegenen Attraktivität der Stadt würden sich auch zunehmend neue Investoren für den Standort interessieren. Ängsten, dass es durch neue Hotelgäste zu eng in der Ostseestadt werden könnte, erteilt er eine Abfuhr. „Das muss man in Relation zu den 1,7 Millionen Tagesgästen im Jahr sehen“, erläutert er. Da spielten einige Hundert Hotelgäste keine große Rolle.

642 Objekte betreut die ETMG aktuell. Den größten Anteil haben Ferienwohnungen mit 462 Objekten, gefolgt von 116 Ferienhäusern und 28 Hotels. Privatzimmer sind in den Hintergrund getreten: Nur 36 Zimmer sind noch verzeichnet. Die Umsätze steigen seit 2010 im zweistelligen Bereich, von 2014 auf 2015 um 21 Prozent auf 2359000 Euro, von 2015 auf 2016 nochmal um geschätzte 29 Prozent. Borgmann rechnet mit mindestens 5000 Buchungen über die Touristik.

„Schon jetzt ist ein extremer Belegungszuwachs zu verzeichnen“, so der Touristikchef. Ein Blick zurück: 2008 wurden 36000 Übernachtungen registriert, aktuell rechnet man mit über 200000. „Ein enormer Wirtschaftsaspekt“, so Borgmann, die Wertschöpfung für die Stadt betrage geschätzt 62,5 Millionen Euro. Bezüglich der Übernachtungsgäste wird ein durchschnittlicher Ausgabewert pro Kopf und Tag in Höhe von 105,70 Euro inklusive Unterkunft, bezüglich der Tagesgäste in Höhe von 24,10 Euro angenommen. „Das erscheint sogar etwas niedrig angesetzt“, vermutet Borgmann. Ist weiteres Wachstum sinnvoll? „Das ist eine wichtige Frage“, antwortet der Touristikfachmann. „Ja, ein bisschen noch. Aber wir möchten zukünftig mehr auf Qualität statt auf Quantität setzen.“ Ein gutes Hotel würde dies ebenso unterstützen wie eine weitere Aufwertung der Strandpromenade. „Wir dürfen nicht nachlassen, an der Attraktivität von Eckernförde zu arbeiten.“ Das gelte auch für die Innenstadt mit ihrer Einkaufsstraße und Altstadt. „Insgesamt stimmt der Mix bei uns ganz gut“, fasst Borgmann die Situation zusammen. Für die Zukunft sei die Stadt somit gut gerüstet.

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