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Zentrale Vergabe von Kita-Plätzen

Gettorf Zentrale Vergabe von Kita-Plätzen

Auf den neu geschaffenen Ausschuss für Kindertagesbetreuung der Gemeinde Gettorf kommt eine Menge Arbeit zu. Die fünf Mitglieder sollen eine zentrale Vergabe von Kita-Plätzen und einheitliche Aufnahmekriterien auf den Weg bringen.

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Leiten den neuen Ausschuss für Kindertagesbetreuung: Vorsitzende Bodil Maria Busch (Bündnis 90/Die Grünen; re.) und Stellvertreterin Melanie Kautza (CDU).

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Sie müssen darauf hinwirken, dass stets ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätze vorhanden ist, und nicht zuletzt sollen sie die Gebühren im Blick haben. Am Mittwochabend konstituierte sich der neue Ausschuss und steckte Ziele ab.

Da Kita-Angelegenheiten im kommunalpolitischen Tagesgeschäft eine immer größere Rolle spielen, entstand die Idee, diese Thematik – zunächst befristet bis zur Kommunalwahl 2018 – aus dem Sozialausschuss auszugliedern und aus dem bisherigen Kita-Arbeitskreis einen ordentlichen Ausschuss zu machen. Zur Vorsitzenden dieses Gremiums wählten die Mitglieder Bodil Maria Busch (Die Grünen/Bündnis 90), ihre Stellvertreterin ist Melanie Kautza von der CDU. Außerdem gehören Ottmar Pleß (CDU) sowie Tim Selzer und Joachim Wendt-Köhler (beide SPD) diesem Gremium an.

Der Ausschuss bildete sich zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Gemeinde deutlich höher ist als das Angebot. Nach den aktuell hochgerechneten Zahlen der Verwaltung, die Jörg Neubauer am Mittwoch zur äußerst gut besuchten Sitzung mitbrachte, wird der Nachfragedruck in den nächsten Jahren anhalten. Um diesen Druck abzufedern, ist unter anderem vorgesehen, auf dem Gelände der Kita am Sportplatz einen Erweiterungsbau für drei Gruppen zu schaffen. Der Baustart verschiebt sich voraussichtlich auf März 2016. Eine Besucherin der Ausschusssitzung mahnte zur Eile, denn gerade im U3-Bereich gebe es eine lange Warteliste. „Es wird auf die Tube gedrückt“, sagte Bodil Maria Busch, und der Bürgermeister habe signalisiert, dass der Erweiterungsbau, wie geplant, zum neuen Kita-Jahr zur Verfügung stehe. Beschlossene Sache ist auch der Neubau einer Kita mit insgesamt fünf Gruppen. Nach wie vor nicht geklärt ist jedoch der Standort.

Zu den großen Herausforderungen des neuen Ausschusses gehört es, eine zentrale Vergabestelle für Kita-Plätze zu schaffen und für einheitliche Aufnahmekriterien zu sorgen. Vorbereiten soll dies ein neutral moderierter Workshop. Angedacht ist, dass Eltern ihren Kita-Bedarf zentral bei der Amtsverwaltung anmelden und dabei nicht nur den gewünschten Betreuungszeitraum angeben, sondern auch auf einer Prioritätenliste vermerken, welche Kita beziehungsweise welchen Träger sie wünschen – Kommune, Kirche oder die Pädiko, die als Trägerin der noch zu bauenden neuen fünfgruppigen Kita im Gespräch ist.

Aktuell werden die Kita-Gebühren in zwei Sprüngen deutlich nach oben korrigiert. Da dies für viele Kita-Nutzer ein herber finanzieller Einschnitt ist, soll künftig regelmäßiger (jährlich), dafür aber in kleineren Schritten erhöht werden. Jörg Neubauer von der Amtsverwaltung erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der Kreis die Voraussetzungen, in den Genuss der Sozialstaffel zu kommen, erleichtert habe.

Busch machte den Eltern das Angebot, sich über Alternativen bei der Gebührenstruktur Gedanken zu machen – wenn dies denn gewünscht sei. „Es ist aber keine Schande, etwas so zu belassen, wie es ist“, merkte Wendt-Köhler an.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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