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Zerkratzter Fußboden: Noch kein Schadenersatz

Strande Zerkratzter Fußboden: Noch kein Schadenersatz

Der Schock war groß bei Familie Herzberg aus Strande, als der blanke Granitboden im Flur nach einer Vorwerk-Saugwischer-Vorführung im Juli zerkratzt und matt war. Die Allianzversicherung soll für die Firma Vorwerk den Schaden regulieren. Doch die lässt Herzbergs im Ungewissen.

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Doris Herzberg ist genervt. Die kleine Granitfläche von 12,5 Quadratmetern ist verschrammt und stumpf, seit der Kobold saugte und wischte. Wo das Gerät nicht hinkam, glänzen die Fliesen noch.

Quelle: Cornelia Müller

Strande. „Eine Ortsbesichtigung durch den Gutachter fand am 1. September statt. Der Sachverständige hatte im Termin im Beisein von Frau Herzberg angegeben, dass er für die Erstellung des Gutachtens ca. vier Wochen benötigen würde. „Wir haben den Gutachter am Mittwoch nochmals kontaktiert, und er hatte bestätigt, dass er das Gutachten bis nächste Woche liefern wird“, übermittelte gestern Christina Hubmann, von der Abteilung Global Communications der Industrieversicherung Allianz Global Corportate & Speciality in München. Als Versicherer des Unternehmens Vorwerk, das in Wuppertal sitzt, hatte sie sich des ungewöhnlichen Schadensfalls angenommen.

 Zunächst waren Doris und Matthias Herzberg erleichtert. Die zwei Kostenvoranschläge fürs Aufstemmen der Fliesen und Fußleisten, für Neuverlegung und Material hatten nämlich auch sie erschreckt. Ein Unternehmen aus Hamburg, das schon Fliesenarbeiten in dem Haus ausgeführt hat, kam auf gut 9000 Euro Gesamtkosten. Eine andere Fliesenfirma aus Tröndel bei Kiel veranschlagte rund 8800 Euro. Hinzu kommen in beiden Fällen Malerarbeiten, da Wände in Mitleidenschaft gezogen werden würden.

 Am 20. Juli hatte ein Vertreter der Firma Vorwerk, deren kombinierte Saugwischgeräte auch für empfindliche Stein- und Parkettfußböden als besonders geeignet gelten, den Kobold-Saugwischer auf den Granitfliesen in dem zwölf Quadratmeter großen Flur vorgeführt. Mögliche Partikel, die beim Wischvorgang Spuren hinterlassen könnten, saugt das Gerät nach Herstellerangaben mittels vorgeschalteter Saugerstufe restlos ab. Erst dann soll der Wischer feucht nacharbeiten. Was in diesem Fall schief ging, ist ungeklärt. Fest steht: Die Fliesen blieben auch nach weiteren Reinigungsgängen verschrammt.

 Doris Herzberg: „Die Begegnung mit dem Gutachter und Gespräche mit der Allianz haben bisher den Eindruck vermittelt, dass man die Schadenssumme für überzogen hält, und wir hingehalten werden. Wir wären glücklich, wenn man uns eine preiswertere Lösung für die Wiederherstellung nennt. Nur wollen wir nicht auf dem Schaden sitzen bleiben, den wir nicht verursacht haben.“

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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