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Zoll nimmt Gaststätten ins Visier

Mindestlohn Zoll nimmt Gaststätten ins Visier

Der Zoll weitet seine Kontrollen im Kreis Rendsburg-Eckernförde aus. Das hat zumindest die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten festgestellt. Sie beruft sich auf Zahlen des Bundesfinanzministeriums. Demnach wurden im ersten Halbjahr 56 Ermittlungsverfahren wegen Mindestlohn-Verstöße eingeleitet.

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Der Zoll weitet seine Kontrollen im Kreis Rendsburg-Eckernförde aus. Das hat zumindest die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten festgestellt: Im ersten Halbjahr wurden 56 Ermittlungsverfahren wegen Mindestlohn-Verstöße eingeleitet.

Eckernförde/Rendsburg. Für Finn Petersen von der NGG Schleswig-Holstein Nord steht fest: „Jeder Verstoß ist einer zuviel. Es kann nicht angehen, dass sich auch zwei Jahre nach seiner Einführung noch immer nicht alle Betriebe an den gesetzlichen Mindestlohn halten.“ Petersen begrüßte die Zunahme der Kontrollen. Im ersten Halbjahr prüften die Kieler Zollbeamten laut Statistik 117 Hotels, Gaststätten und Restaurants – das sind 77 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut Claus-Peter Minkwitz vom Hauptzollamt Kiel bestätigte auf KN-Nachfrage nicht, dass seine Behörde die Prüfungen bewusst ausgeweitet hat. „Wir kontrollieren nach wie vor umfangreich. Unser Ansatz lautet: Qualität vor Quantität.“

„Wir zahlen alle mehr als den Mindestlohn“, sagt Vorsitzender Peter Raub über seine rund 170 Mitgliedsbetriebe im Kreisverband Rendsburg-Eckernförde des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga). Ansonsten sei der Personalbedarf gar nicht zu decken.

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Tilmann Post
Chefreporter Eckernförde

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