19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Faschingsfreunde blühen auf

Karneval im Altkreis Faschingsfreunde blühen auf

Von wegen norddeutsche Zurückhaltung: Im Altkreis Eckernförde machten Hunderte von Karnevalsfreunden auf Faschingsfeiern die Nacht zum Tage. Tanzende Blumenkinder im Flowerpower-Outfit in Ascheffel, küssende Schlümpfe in Barkelsby und ausgezeichnete Blumentöpfe in Osdorf gehörten zu den vielen ausgefallenen Kostümideen.

Voriger Artikel
Teamspaß mit der Boßelkugel
Nächster Artikel
Museumsleiter geht in Rente

Als Blumenkinder der Flowerpower-Zeit sorgten Doris Hansen (von links), Ute Hermann, Anja Steffen-Müller, Tanja Thede, Mona Steger und Cristina-Liliana Ohm beim Karneval in Ascheffel für Farbe.

Quelle: Rainer Krüger

Altkreis Eckernförde. Am frühesten legten die Narren in Ascheffel los. Kein Wunder, denn in Gasthaus Alter Bahnhof gab es diesmal etwas Besonders zu feiern. Der Karnevalsverein Rote Kappen beging sein 50-Jahr-Jubiläum. Klar, dass pünktlich zum Einmarsch des Elferrats um 19.30 Uhr Doris Hansen, Ute Hermann, Cristina-Liliana Ohm, Anja Steffen-Müller, Mona Steger und Tanja Thede auf der Party waren. Die sechs Ascheffelerinnen setzten dabei auf Gruppenkostümierung. Als Blumenkinder der Flowerpowerzeit waren sie echte Hingucker. Mit 250 Besuchern konnte Ascheffel für das das Sextett stimmungsmäßig gut mit den Faschingshochburgen am Rhein mithalten. „Ascheffel hat alles zu bieten. Da muss niemand Sehnsucht nach Köln oder Düsseldorf haben“, so Mona Steger. Für Unterhaltung beim Narrenjubiläum war von Anfang an gesorgt. So wurde endlich die Frage beantwortet, wen sich Prinz Michael I. – alias Michael Kohrt (40) – als Prinzessin ausgesucht hatte. Des Rätsels Lösung war Tina I. – Tina Lau (32) aus Hütten. „Ich habe schon vorher gewusst, dass sie eine Klassefrau ist. Auf den Knien habe ich sie gefragt, ob sie meine Prinzessin sein will“, verriet Michael I. sein Überredungsgeheimnis. Weil auf die Prinzessin gewettet wird, musste alles geheim bleiben. Die Vorbereitungstreffen für die Saison erfolgten in Rendsburg.

Hut und Pflanze zweigten die Freundinnen Sonja Paustian und Britta Winkel in Osdorf Mut zu ungewohnlichen Kopfbedeckungen.

Zur Bildergalerie

 Doch nicht nur in Ascheffel wurde ein Showprogramm geboten. Um 20.11 startete die 22 Jecken der Barkelsbyer Faschingsgruppe ihre Aufführungen. Hauptsache, wir haben Spaß lautete das Motto. Da durfte natürlich auch das Thema Liebe nicht fehlen. In einem Beitrag im Stil der „Sendung mit der Maus“ führten die Aktiven tanzend und schauspielernd vor, was passiert, wenn Amor (Marco) seine Pfeile abschießt. Da auch Moni (Claudia Hinrichsen) einen Herzenstreffer abbekam, wurde sie von zwei Helfern Amors (Malte Bickel und Stefan Mohr) zum Schluss auf Händen getragen. Doch nicht nur bei der Show flogen anscheinend die Liebespfeile durch die Luft. So konnten die 300 Besucher etwas beobachten, was es in Kinderbüchern nie zu sehen gibt: Schlumpfine küsste den Großen Schlumpf. Das Barkelsbyer Ehepaar Svenja und Torsten Zirkel war in die Kostüme geschlüpft.

 Beste Simmung herrschte auch bei 200 Jecken in Osdorf: Bei der Faschingsparty des Osdorfer Sportvereins (OSV) in Dibberns Gasthof erlebten Andrea Laurinat und Nicole Maash, dass man als Blumentopf gewinnen kann. Mit ihrer blühenden Verkleidung holten die Kielerin und die Osdorferin den ersten Preis beim Kostümwettbewerb. Um Mitternacht übergab Partymitorganisator Helge Kohrt den Siegerinnen zwei Gewinne. Die Idee für die Blumentopf-Verkleidung hatten beide selbst. „Weil Andrea Gast ist, habe ich die Kostüme geschneidert“, sagte Nicole Maash.

 Auch Feen, Pharaonen und die aus dem Kino bekannten Minions waren unterwegs. Die OSV-Mitglieder Sebastian Möhl und Yannik Sydow hatten als gelbe Animationsfiguren schon gute Auslandserfahrungen gemacht. „Wir sind als Minions zwei Tage bei der Dart-WM in London gewesen“, berichteten beide. „Weil es dort nicht nur um Sport geht, herrscht dort eine Wahnsinnsatmosphäre. Von der WM wissen wir auch, dass wir als Minions gut ankommen“, erklärte ein ausgelassener Sebastian Möhl.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3