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Neue Jurte für Pfadfinder

40 Jahre Jomsburg Neue Jurte für Pfadfinder

Im Holzhaus der Jomsburg-Pfadfinder sorgt prasselndes Kaminfeuer für behagliche Wärme. Von Freitag bis Sonntag erlebten über 50 Kinder und Jugendliche das Weihnachtslager in der Jomsburg im Schwedenecker Ortsteil Dänisch Nienhof. Pünktlich zur Feier gab es ein Geschenk: eine neue Jurte.

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Die Jomsburger Pfadfinder weihten beim Winterlager am Wochenende ihre neue große Jurte ein, die dank einer Spende angeschafft werden konnte.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Schwedeneck.  Auf dem Boden der alten Holzbaracke hocken mehrere Pfadfinder und rollen Filz – eines von mehreren AG-Angeboten an diesem Wochenende. Aus gefärbter Schafwolle „machen wir Weihnachtsbaumkugeln“, erklärt Sabine Stindt. Die 23-Jährige ist seit 13 Jahren bei den Jomsburg-Pfadfindern. Durch Schulkameraden fand sie zu der Gruppe. „Damals hat mir besonders gefallen, dass man viel draußen ist und auf Fahrten geht“, sagt sie. Heute schätzt sie besonders die Gemeinschaft. Das geht auch Aisha Musa (15) so: „Der Zusammenhalt ist total schön, egal, wie alt man ist.“

 Der Verein „Jomsburg – freier Pfadfinderbund“ ist nach eigenen Angaben eine interkonfessionelle und unpolitische Vereinigung. In diesem Jahr feierte der Bund sein 40-jähriges Bestehen. Er besteht aus über 90 Pfadfindern im Alter von sechs bis 26 Jahren in drei Stämmen: 40 gehören zu den Goten in Kiel, 35 zu den Vaganten in Dänisch Nienhof und 20 zum Stamm Styrbjørn in Eckernförde. Der Jahresbeitrag kostet 60 Euro. Anders als zum Beispiel bei kirchlichen Pfadfindergruppen gibt es bei den Jomsburgern keine ausgebildeten Pädagogen, erklärt Kassenwartin Felicia von Dufving. „Jugend führt Jugend – diese Prinzip zeichnet uns aus“, sagt Patrick Zimmermann. Der 26-Jährige ist der älteste Aktive und seit diesem Jahr Bundesführer. Selbstständigkeit und Verantwortung seien Ziel dieser Jugendarbeit.

 Und wie sieht das praktisch aus? Die Jomsburger wandern viel, entdecken in der Gemeinschaft Gleichaltriger die Natur, singen und sitzen am Lagerfeuer. Es gibt allerlei Bauprojekte, auch die Naturschutzarbeit ist wichtig. Jedes Jahr gibt es zudem im Sommer eine dreiwöchige Tour ins europäische Ausland. Im nächsten Jahr führt die Reise mit Rucksack, Zelten und dem Allernötigsten nach Norwegen. Wie immer soll es für die Kinder nur um die 300 Euro kosten. „Deshalb sind wir auf Zuschüsse und Spenden angewiesen“, erklärt Patrick Zimmermann.

 So sind die Pfadfinder auch zu ihrer neuen großen Jurte gekommen. Sie hat einen Durchmesser von acht Metern und wurde beim Weihnachtslager zum ersten Mal aufgebaut. Dafür spendete ein Jomsburger, der nicht genannt werden möchte, 2000 Euro. Und dank des Überschusses vom Stadtteilfest des Kommunalvereins Meimersdorf konnten Probenbücher für die jüngeren Kinder gedruckt werden.

 Vor der neuen Jurte zeigt Ronja (12) den Wölflingsgruß. Es ist ihr drittes Winterlager, am Abend wird sie beim Bundesthing das Jungwolf-Abzeichen für eine absolvierte Probe bekommen. Wie sie zu den Jomsburgern kam? „Ich mag gern Tiere und Natur und Reisen – das sind eben Pfadfinder!“

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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