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Im Schlafstrandkorb an der Ostsee nächtigen

Zwei Modelle für Eckernförde Im Schlafstrandkorb an der Ostsee nächtigen

Die Tourismus Agentur Schleswig-Holstein (TASH) will den Traum von einer Nacht am Strand ermöglichen und stellt auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) den weltersten Schlafstrandkorb vor. Insgesamt zehn der Körbe sind für die Ostseeküste geordert. Zwei davon kommen nach Eckernförde.

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Im neuen Schlafstrandkorb kann bald an der Eckernförder Bucht übernachtet werden.

Quelle: hfr

Eckernförde. Entstanden war die Idee auf einem Workshop mit Touristikern 2014 zur sogenannten Glücksinitiative der TASH. „Der Schlafstrandkorb soll Erinnerungen an die Kindheit und Abenteuerlust wecken“, sagt Pressesprecher Marc Euler. Den ersten Prototyp hat im Auftrag der Tourismus Agentur die „Stiftung Mensch“ in ihrer Werkstatt in Meldorf kreiert, der jetzt auf der ITB-Messe präsentiert wird. Rechtzeitig zur Sommersaison sollen die Schlafstrandkörbe ausgeliefert werden. Zielgruppe für diese Neuentwicklung sind laut Euler alle die Lust auf Naturerleben haben. „Wer beispielsweise aus Nordrheinwestfalen kommt, für den ist das ein besonderes Erlebnis.“

Für den Schlafstrandkorb sind allerdings noch Klippen zu umschiffen. Denn das Campen am Strand ist generell nicht erlaubt. Und für die touristische Neuerung gibt es keine spezielle Landesverordnung. Laut TASH müssen daher die jeweiligen Partner vor Ort die Möglichkeiten abklären. Für die zwei Körbe in Eckernförde hat Tourismusmanager Stefan Borgmann eine Ausnahmegenehmigung des zuständigen Ministeriums eingeholt. Es soll auch bei den zwei Schlafstrandkörben bleiben. „Diese Art, eine Nacht am Strand zu verbringen, soll exklusiv bleiben“, sagt Borgmann. Und man wolle auch den anderen Strandgästen – rund 700 konventionelle Sonnensessel stehen im Sommer am Kurstrand – genügend Platz lassen.

Gespannt, wie das Angebot angenommen wird, ist auch Thomas Ruge. Der Eckernförder ist einer der ausgewählten Vermieter, die im Vorfeld angeschrieben wurden, ob Interesse an einem Schlafstrandkorb bestünde. „Ich finde die Idee gut“, sagt Ruge, der gleich einen Korb orderte. Dabei möchte er die Strandübernachtung nicht nur seinen Gästen, sondern allen Interessierten anbieten – als eine Art Strandkorbhotel. Denkbar seien damit verbundene Optionen wie ein Strandfrühstück oder ein Candlelight-Dinner. Auf jeden Fall solle es etwas Außergewöhnliches sein.

Damit Waschgelegenheiten und Toiletten in der Nähe sind, hofft er auf einen Platz in der Nähe des Wellenbades für den Schlafstrandkorb. Viele Eckdaten wie Mietpreis oder Zusatzkosten für Bettwäsche stehen noch nicht fest. „Das Ganze ist neu und ein Versuchsballon“, so der Vermieter.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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