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Mittags soll das Bild da sein

Antworten zu DVB-T Mittags soll das Bild da sein

Um Mitternacht wurde das alte terrestrische Fernsehsignal in Kiel und Umgebung umgestellt. Schritt für Schritt werden alle Sendeanlagen mit dem neuen Standard für HD-Qualität in Betrieb genommen. Ziel ist es, dass die neuen Sendernetze bis um zwölf Uhr mittags aktiv sind, versprach Freenet TV.

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Die DVB-T-Umstellung soll ab mittags komplett sein.

Quelle: Monika Skolimowska

Kiel. Anschließend sollen bis zu 40 Sender über Antenne in hoher Auflösung (HD) ausgestrahlt werden. Schätzungsweise 100000 Haushalte in Schleswig-Holstein müssen von DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial/digitale Videoübertragung – Antennenfernsehen) auf den Sendestandard DVB-T2 HD umstellen.

Welche Fernsehzuschauer sind von der Umstellung betroffen?

Nur Zuschauer, die über Antenne Fernsehen empfangen. Kabel-, Internet- oder Satelliten-Empfang sind nicht vom Wechsel berührt.

Was ist in der Nacht mit meinem DVB-T-Fernsehen passiert?

„Der Empfang pausiert“, erklärt Philip Löbbecke, Sprecher von Freenet TV. Spätestens um zwölf Uhr mittags soll über Antenne wieder Fernsehen zu empfangen sein. Um wieder Bild zu haben, müssen die Zuschauer einen Sendersuchlauf durchführen.

Warum wurde DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt?

Zweck der Umstellung auf digitales Antennenfernsehen ist es, den Zuschauern Programme in der hochwertigen Bildqualität Full High Definiton zu liefern.

Muss ich mir jetzt einen neuen Fernseher kaufen, um DVB-T2 zu empfangen?

Nein. Dafür ist lediglich ein neuer Receiver notwendig. Dieser ist ab circa 60 Euro im Handel erhältlich. Zuschauer, die auch Privatsender sehen wollen, müssen darauf achten, dass der Receiver ein grünes Logo von Freenet TV hat. Das ist die Plattform, die DVB-T2 HD betreibt, ein Produkt des Serviceproviders Media Broadcast. Wer allerdings das Umschalten zwischen Receiver und Fernseher vermeiden will, kann sich einen neuen Fernseher mit integriertem Receiver kaufen. Die Antenne, die bisher für DVB-T genutzt wurde, muss nicht erneuert werden.

Warum kostet Privatfernsehen Geld, und ab wann wird es kostenpflichtig?

Laut Freenet TV lassen sich die höheren Produktions- und Verbreitungskosten nur über neue Geschäftsmodelle finanzieren. Deshalb werden die Privatsender ab 1. Juli verschlüsselt ausgestrahlt. Bis dahin sind sie mit einem DVB-T2-fähigem Receiver noch frei zu empfangen.

Wie kann ich ab dem 1. Juli Privatsender über Antenne empfangen?

Um ab dem 1. Juli Privatsender über Antenne zu empfangen, gibt es zwei Möglichkeiten. Wenn Sie ein Empfangsgerät mit Freenet-TV-Logo haben, müssen Sie sich ein TV-Guthaben von Freenet kaufen. Das Guthaben kostet 69 Euro pro Jahr und ist in Elektro- und Fachgeschäften erhältlich. Zusammen mit der Identifikationsnummer des Receivers schalten Sie Ihr TV-Guthaben entweder über die Freenet-Hotline oder im Internet auf der Webseite des Unternehmens frei.

Wenn Sie einen Fernseher mit integriertem DVB-T2-Receiver haben, benötigen Sie ein TV-Modul von Freenet TV. Dieses Modul kostet 79 Euro und wird in eine Öffnung des Fernsehgeräts gesteckt. Ein im Handel erworbenes TV-Guthaben und die Identifikationsnummer Ihres TV-Moduls benötigen Sie nun, um die Privatsender im Internet oder am Telefon freischalten zu lassen. Fachgeschäfte übernehmen diese Aufgabe für ihre Kunden.

Ich schaue nur öffentlich-rechtliche Sender. Muss ich auch etwas anschaffen?

„ARD, ZDF und NDR sind bis zum 25. April weiterhin über DVB-T empfangbar“, sagt Norbert Lorentzen, Leiter des Programmbereichs Fernsehen des Norddeutschen Rundfunks. Um diese Sender auch nach dem 25. April weiter sehen zu können, benötigen Sie spätestens ab dem 26. April einen DVB-T2-fähigen Receiver. Dennoch müssen auch Sie heute einen Sendersuchlauf durchführen. Ein TV-Modul oder ein TV-Guthaben müssen Sie nicht anschaffen.

Gibt es Ausnahmen?

An der Westküste wird weiterhin DVB-T gesendet. Ein Ausbau des DVB-T2-HD-Fernsehens in den Regionen Brunsbüttel, Heide, Husum und Nordfriesland ist laut NDR ab Herbst 2018 geplant.

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