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Historischer Kraftakt für die Stadt

1000 neue Kita-Plätze Historischer Kraftakt für die Stadt

Der Stadt steht eine Herkulesaufgabe bevor: Innerhalb eines Jahres will sie rund 1000 zusätzliche Kita-Plätze schaffen. Grund dafür ist das unerwartet starke Bevölkerungswachstum.

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Was spielerisch aussieht, ist für die Stadt Kiel mit einer enormen Kraftanstrengung verbunden. Sie will und muss in kurzer Zeit rund 1000 zusätzliche Kita-Plätze schaffen, um den Rechtsanspruch darauf zu erfüllen. Hauptgrund dafür: der Zuzug junger Familien mit Kindern, darunter viele Flüchtlinge.

Quelle: Claudia Drescher

Kiel. Aus Sicht von Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel bedeutet das für die Stadt einen historischen Kraftakt: „Wir haben ja schon in den vergangenen zwei Jahren mächtig Gas gegeben. Aber solche Steigerungen von Kita-Plätzen in so kurzer Zeit gab es in Kiel noch niemals zuvor.“ So würden 670 zusätzliche feste Plätze allein im Kita-Jahr 2017/2018 in Kiel geschaffen. Hinzu kommen voraussichtlich noch einmal bis zu 300 Plätze in sogenannten Pavillons (Container), die erst einmal als Übergangslösung fungieren sollen. Nach ersten Schätzungen muss die Stadt für die neuen Plätze bis einschließlich 2019 mindestens 9,5 Millionen Euro allein für Betriebskosten zusätzlich schultern.

Doch selbst nach der planmäßigen Umsetzung der Plätze-Aufstockung wird nach Einschätzung von Renate Treutel der vollständige Abbau von Wartelisten in absehbarer Zeit kaum gelingen. Denn so schnell, wie die Plätze gebraucht würden, könnten sie nicht bereitgestellt werden: „Wir sind schon jetzt organisatorisch und finanziell absolut an den Grenzen unserer Möglichkeiten.“

Trotzdem gebe es Hinweise darauf, dass Eltern ihren Druck auf die Stadt mit Verweis auf die gesetzliche Garantie eines Betreuungsplatzes für ihre Kinder erhöhen. Erstmals verlangten sie schriftliche Bestätigungen dafür, dass ihnen die Stadt innerhalb von drei Monaten den eigentlich garantierten Platz nicht zuweisen könne. „Insofern müssen wir in Zukunft mit entsprechenden Klagen rechnen“, vermutet die Dezernentin.

Noch unklar, aber eben auch nicht ausgeschlossen, sei eine mögliche Erhöhung von Elternbeiträgen aufgrund der gewaltigen Zusatzausgaben sowie der Kostensteigerungen für die Kinderbetreuung.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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