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Die „Sailing Yacht A“ liegt vor Gibraltar fest

15,29 Millionen Euro nicht bezahlt Die „Sailing Yacht A“ liegt vor Gibraltar fest

Neue Aufregung um die in Kiel gebaute „Sailing Yacht A“. Nach dem Bunkerstopp in Gibraltar durfte das Schiff am Donnerstag nicht zur Erprobung der Segel auslaufen. Nach einem Bericht der Zeitung „Gibraltar Chronicle“ hat die Nobiskrug Werft einen Arrest bewirkt und das Schiff von einem Gericht in Gibraltar in die Kette legen lassen.

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Die Megajacht "A" liegt vor dem Affenfelsen in Gibraltar vor Anker.

Quelle: Giovanni Romero, dpa

Gibraltar. Der Grund sind unbezahlte Rechnungen in einer Gesamthöhe von 15,29 Millionen Euro. Dieses Geld hätte bis zum Auslaufen der Yacht am 5. Februar in Kiel überwiesen werden sollen. Es war der Tag, an dem das Schiff die German Naval Yard in Kiel verließ. Die Werft ist Teil der Nobiskrug-Gruppe. Bei den Außenständen handelt es sich nach der Meldung der Zeitung „ Gibraltar Chronicle“ um drei Posten. 9,8 Millionen Euro soll die Werft selbst bekommen. Darüber hinaus sind zwei Rechnungen über 2,9 und 2,6 Millionen Euro von Zulieferbetrieben ebenfalls noch offen.  

Da bis zum 5. Februar kein Geld bei der Muttergesellschaft der German Naval Yards, der Nobiskrug-Gruppe, einging, beauftragte die Kieler Werft die renommierte Anwaltskanzlei Triay Stagnetto Neish in Gibraltar mit rechtlichen Schritten. Die für Schiffspfändungen bekannten Anwälte erreichten nur Stunden nach dem Anlegen des Seglers am Mittwoch vor dem Supreme Court einen Arrest gegen den eingetragenen Eigner des 142 Meter langen Schiffes, der Firma Valla Yachts Ltd auf den Bermudas. Diese Firma betreibt das Schiff im Auftrag des russischen Milliardärs Andrej Melnichenko.

Die "Sailing Yacht A" verlässt Kiel am 05.02.2017. Hier zeigen wir Ihnen Bilder vom Auslaufen.

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Die „Sailing Yacht A“  musste  nach der Treibstoffübernahme am Donnerstag einen Ankerplatz im Hoheitsbereich der „Admirality Marshals“ vor dem Affenfelsen ansteuern. Dieser Platz liegt in der Bucht im Zuständigkeitsbereich der Justiz von Gibraltar.

Das britische Überseegebiet ist nicht nur günstig für Treibstoffeinkäufe, es ist auch eine der ersten Adressen für Verkäufe, Pfändungen und Arreste von Schiffen aller Art. Auch das Traumschiff „Deutschland“ wurde 2014 dort aufgelegt und deren Verkauf dort 2015 vor dem Supreme Court abgewickelt. Die Verwaltung des Hafens von Gibraltar wirbt international sogar mit der schnellen und leistungsfähigen Justiz. „Wir haben einen sehr guten Admirality Marshal, der schon seit vielen Jahren in der Branche ist - so erreichen wir den höchstmöglichen Preis für das Schiff“, heißt es dort.

Hier finden Sie Fotos von der "Sailing Yacht A"

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Erleichtert wird das Pfändungsverfahren der Kieler Werft durch den Umstand, dass der Eigner der „Sailing Yacht A“ das Schiff noch vor dem Auslaufen aus Kiel vom deutschen Register in das Register der Bermuda Inseln übertragen ließ.  Die Inselgruppe ist, wie auch Gibraltar, ein britisches Überseegebiet, was viele Formalitäten schneller klärt und Schiffe so leichter in die Kette gelegt werden können.  

Wie es mit der „Sailing Yacht A“ weitergeht, wird sich erst am Dienstag klären, wenn es in Gibraltar eine Verhandlung in dem Fall gibt. Ein Sprecher des Eigners wies alle Vorwürfe von sich und zeigte sich von dem Vorgehen der Werft überrascht.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Im vergangenen Herbst wurden in der Kieler Außenförde die Segel der "Sailing Yacht A" getestet. Jetzt ist sie in Gibraltar eingelaufen.

Die „Sailing Yacht A“ hat ihre erste Sturmfahrt überstanden und ist nach dem Umrunden der Iberischen Insel am Mittwochabend in Gibraltar eingetroffen. Unterwegs hat sie auch die Flagge gewechselt. Sie hat jetzt Hamilton (Bermuda) als Heimathafen und nicht mehr Kiel.

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