12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
2,5 Promille: Brummifahrer bekam Hafenverbot

Alkoholfahrt 2,5 Promille: Brummifahrer bekam Hafenverbot

Ein Lastwagenfahrer auf Estland muss um den Kieler Hafen in den kommenden sechs Monaten einen großen Bogen machen. Der 51-Jährige war am Mittwochabend im Ostuferhafen aufgefallen, weil er mit seinem Sattelzug beim Rangieren erhebliche Probleme hatte, als er von Bord einer Fähre aus Litauen rollte.

Voriger Artikel
Ein Weihnachtsbaum macht sich auf die Reise
Nächster Artikel
Rettet das Kieler Franzbrötchen!

Den Hafen auf dem Ostufer darf der Lkw-Fahrer erst wieder im Mai befahren.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Mitarbeiter des Seehafens Kiel meldeten das Verhalten der Wasserschutzpolizei, die sofort anrückte und den Fahrer überprüfte.  Während der Sachverhaltsklärung durch die Wasserschutzpolizei Kiel verhielt sich der Lkw-Fahrer laut Angaben der Polizei insgesamt unkooperativ. Er versuchte außerdem die Beamten zu schlagen. Durch den Einsatz von Pfefferspray konnte der Angriff jedoch unterbunden werden. Die Polizisten wehrten den Angriff ab und blieben unverletzt. Doch dann kam für ihn das dicke Ende: Er musste einen Atemalkoholtest machen. Ergebnis: 2,5 Promille. Damit wurde das Verlassen des Hafengeländes untersagt. Der Mann wurde nach der Anzeigenaufnahme ins Polizeigewahrsam gebracht und musste die Nacht statt auf der Autobahn in der Blume, dem Kieler Polizeigewahrsam in der Gartenstraße, verbringen. Nach Ausnüchterung und neuerlichem Atemalkoholtest durfte er erst am späten Donnerstagnachmittag wieder zu seinem Lastwagen und die Fahrt fortsetzen.

Bezüglich der Trunkenheitsfahrt und des Widerstandes wurden sogenannte Sicherheitsleistungen angeordnet und Strafanzeigen gefertigt. Er musste außerdem eine Sicherheitsleistung für die zu erwartenden Kosten des Verfahrens und das Bußgeld von 500 Euro zahlen. Da der Fahrer während der Trunkenheitsfahrt gegen die Vorschriften der Kieler Hafenbenutzungsordnung verstoßen hatte, sprach das Hafenamt ein Hafenverbot in Kiel für sechs Monate aus. In der Zeit muss er jetzt entweder über den Landweg oder über Lübeck ins Baltikum fahren.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3