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Bunte Vielfalt und olympischer Glanz

20. Tag des Sports Bunte Vielfalt und olympischer Glanz

Einen Tag des Sports „größer, umfangreicher und bunter denn je zuvor“ hatte Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbands (LSV), zur Eröffnung der 20. Ausgabe am Sonntag versprochen. Zum Geburtstag präsentierten 180 Organisationen, Vereine und Verbände rund um das Haus des Sports ihren Sport.

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Dass es beim Tag des Sports für jede Altersklasse das richtige Angebot gibt, zeigte die Kindertanzgruppe des Kieler Vereins SV Hammer.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Für die rund 30000 Besucher hieß das: anschauen, informieren, ausprobieren.

 Zum Auftakt des Aktionstags war es den Organisatoren gelungen, etwas vom Glanz der Olympischen Spiele nach Kiel zu holen. Neben Innenminister Stefan Studt, Stadtrat Gerwin Stöcken und Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann waren gleich mehrere Olympioniken in den Winterbeker Weg gekommen. Die aktuellen Olympiasieger Lauritz Schoof (Goldmedaille im Ruder-Doppelvierer) und Max Munski (Silbermedaille im Achter) erzählten ebenso von ihren Erlebnissen aus Rio wie Maya Rehberg und Paul Kohlhoff, die Deutschland im Hindernislauf und im Segeln vertraten.

 Sport hautnah konnten die Besucher dann auf dem weitläufigen Gelände und in den verschiedenen Sporthallen erleben. Von Rollstuhlbasketball über Capoeira bis zum Ringen waren bekannte und unbekanntere Disziplinen vertreten. In der Rudi-Gauch-Halle etwa präsentierten Schleswig-Holsteins Turner ihr Können. „Pferd und Barren sind meine Lieblingsdisziplinen“, sagte der 13-jährige Nico Köhler, der 2016 mit dem Kieler Turnverein (KTV) Deutscher Vizemeister am Barren geworden ist. Für ihn ist Turnen „genau mein Sport. Am Gerät ist man alleine, aber es ist auch ein Mannschaftsding“, erzählt der Kronshagener. „Man verbringt viel Zeit mit Kollegen, trainiert zusammen und feuert sich gegenseitig an.“ Für Kirya Pries steht beim Turnen besonders die Abwechslung im Vordergrund. „Bei den verschiedenen Geräten muss man immer andere koordinatorische Fähigkeiten unter Beweis stellen“, erzählt die 19-jährige Turnerin vom TSV Kronshagen. Der Anspruch an Kraft, Dehnbarkeit und Ausdauer helfe auch bei vielen anderen Sportarten. „Turnen sollte man ausprobiert haben“, meinte die angehende Kriminalpolizistin.

Hier finden Sie Fotos vom Tag des Sports 2016 in Kiel.

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 Wie Rollschuhfahren und Vollkontakt zusammenpassen, zeigten die Roller-Derby-Mannschaften des TuS Holtenau in der Bresthalle. „Klar, es gibt schon mal was auf die Mütze“, sagte Inga alias Blockyard Baby. „Aber im Training üben wir das Fallen und Blocken. Jeder spielt nur seinem Trainingsstand entsprechend.“ Beim Roller-Derby treten zwei Mannschaften gegeneinander an, Punkte werden durchs Überholen der Gegner gesammelt – wenn der Jammer (Punktemacher) nicht vorher nach allen Regeln der Kunst geblockt wird. „Bei uns findet aber jeder seine Position“, betonte Block-yard Baby. Neugierig geworden sind Jana aus Kiel und Dana aus den USA, die sich die Grundlagen zeigen ließen. Ihr Fazit: „Eine supercoole Sportart.“

 Beim vierten Charity-Lauf zugunsten des LSV-Projekts „Kein Kind ohne Sport“, bei dem die Förde Sparkasse für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro spendet, drehten 351 Läufer insgesamt 2738 Runden über je 1,2 Kilometer. Die Sparkasse überweist für den guten Zweck 3285 Euro.

 „Wir können ein absolut positives Fazit ziehen“, sagte LSV-Vizepräsident Heinz Jacobsen. „Das riesige Angebot hat das Interesse der Besucher voll getroffen.“ Mit dem Charity-Lauf und dem Street-Dance-Award habe es tolle Höhepunkte gegeben, nicht einmal das Wetter habe zu Abstrichen geführt.

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