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Als die Bürger funken lernten

25 Jahre OK Kiel Als die Bürger funken lernten

Die Mediatage Nord sind die Bühne für eine ganz besondere Geburtstagsfeier: Der Offene Kanal Kiel (OKK) ist in diesem Jahr ein Vierteljahrhundert auf Sendung. Konzipiert und aufgebaut wurde der Bürgerfunk von Leiter Peter Willers.

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Von Beginn dabei: Peter Willers, Leiter des Offenen Kanals Schleswig-Holstein, und Nutzerin Thea Schulz, die „immer mit der Kamera unterwegs ist“. (kl. Bild).

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Die Idee, Bürger an Medien partizipieren zu lassen, kam Ende der 80er Jahre vom ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Björn Engholm. In anderen Bundesländern gab es zu diesem Zeitpunkt bereits Aus- und Fortbildungsradios oder andere Kanäle für jedermann.

 Bis der Offene Kanal Kiel mit seinem ersten Fernsehbeitrag am 16. Dezember 1991 anlaufen konnte, verstrichen aber noch zwei Jahre: Peter Willers holte sich Inspirationen von anderen Kanälen, musste Senderechte klären und den richtigen Raum finden. „Ich wollte es günstig, kompakt, zentral gelegen und mit einer guten Bus- und Autoanbindung“, so der 61-Jährige.

 Am Standort in der Hamburger Chaussee ist der Kieler Kanal bis heute geblieben. 1999 wurden die Räume des benachbarten Babybedarfsmarkts dazugemietet und umgebaut. Denn in dem Jahr kam zum Fernsehangebot auch der Bereich Radio dazu.

 Der Offene Kanal baute auch Zweigstellen in Lübeck (1992), Flensburg (1995), an der Westküste (1997) sowie 30 kleinere Sendestationen im ganzen Land auf. Der Mitarbeiterstamm wuchs von vier auf derzeit 32.

 Verändert hat sich in den Jahren vor allem die Technik. „1992 war ein Schnittplatz teuer, heute kann man es zuhause mit einem einfachen PC machen“, erklärt Willers. Damals entstanden die Beiträge von der ersten Aufnahme bis zum fertigen Beitrag im OKK, heute kommen die Bürger, um sich eine Kamera zu leihen oder um einen Beitrag zu bearbeiten. Ein Bürgermedium in Zeiten von Youtube ist aber nach wie vor gefragt: „Wir haben gute Filmausstattung und geben gerne Tipps, wenn es mal hakt.“ Außerdem entwickele sich der OKK immer weiter, „wir würden künftig gern Animationsfilmerei ermöglichen.“

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