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Kiel: Lubinus stellt sich neu auf

25-Millionen-Investition Kiel: Lubinus stellt sich neu auf

Das Lubinus Clinicum steht kurz vor einer der größten Um- und Neubauphasen seiner 120-jährigen Geschichte. Rund 25 Millionen Euro sollen investiert werden, um Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume der größten Unfallchirurgie im Land neu zu gestalten. Ab Ende diesen Jahres starten die ersten Vorbereitungen, im Frühjahr 2016 gehen die Bauarbeiten richtig los. Bis Mitte oder Ende 2019 sollen die insgesamt vier Bauphasen bei fortlaufendem Klinikbetrieb am Steenbeker Weg dann abgeschlossen sein.

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Das Lubinus Clinicum will rund 25 Millionen Euro investieren, um Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume der größten Unfallchirurgie im Land neu zu gestalten.

Quelle: Christoph Jürgensen (Archivbild)

Kiel. „Die umfangreichen Baumaßnahmen sind elementarer Bestandteil eines tiefgreifenden Umstrukturierungsprozesses“, erklärte der kaufmännischen Vorstand der Lubinus-Stiftung, Otto Melchert KN-online. Hauptziel dieses Prozesses sei die nötige Effizienzsteigerung des Klinikums aufgrund des steigenden Kostendrucks. Dies bedeute, dass Patienten nach dem Umbau schneller und gezielter zu Ärzten und Therapeuten gelangen könnten, Wartezeiten ließen sich somit deutlich reduzieren.

 Das Dimensionen des Baumaßnahmen sind gewaltig. Auf rund 2600 Quadratmetern Fläche entstehen Neubauten, auf fast 11000 Quadratmetern wird umgebaut. Hauptsächlich von Umbaumaßnahmen betroffen sind laut Melchert die Krankenzimmer, die auf drei Geschossen durchgehend als Zweibett-Raum mit integrierten Toiletten/Bädern gestaltet werden. Melchert schloss allerdings nicht aus, dass es bei dem Umstrukturierungsprozess zu einer „Personalanpassung“ kommen könne. Ob und wie viel Personal von den derzeit rund 450 Mitarbeitern (inklusive Teilzeitbeschäftigter) abgebaut würden, lasse sich noch nicht abschätzen: „Möglicherweise muss es dazu gar nicht erst kommen, aber ausschließen kann ich es nicht.“

 Von den aktuell veranschlagten Gesamtbaukosten in Höhe von 25 Millionen Euro will das Land offenbar rund zwölf Millionen Euro tragen. Die genaue Fördersumme steht laut Melchert erst nach einer abschließenden Prüfung der Anträge fest. Die restlichen 13 Millionen muss die Lubinus-Stiftung schultern, die neben dem Lubinus Clinicum auch Träger des Elisabeth-Krankenhauses ist.

 Mehr Effizienz durch kürzere Wege und eine bessere Organisation individueller Therapiepläne sollen laut Melchert in erster Linie den Patienten zugute kommen. „Es geht um eine Optimierung in ihrem Interesse.“ Andererseits müsse aber auch die Effizienz des Unternehmens gesteigert werden, um auf dem Markt künftig bestehen zu können. In diesem Zusammenhang nannte der Vorstand die Unterfinanzierung durch nicht kostendeckende Fallpauschalen der bis zu 36000 Notfall-Patienten im Lubinus Clinicum.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Das Lubinus Clinicum hat bedeutende Schritte hinter sich: 2009 übertrug die Familie Lubinus ihre Anteile auf eine Stiftung; Anfang 2012 wurde das Kieler Elisabeth-Krankenhaus ein Teil der Stiftung. Und zur Jahresmitte desselben Jahres musste die Klinikleitung Sparmaßnahmen einleiten, Gehälter wurden fürs zweite Halbjahr gekürzt, das Weihnachtsgeld gestrichen.

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