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Hilfe für ein Stück Lebensfreude

Förderkreis für krebskranke Kinder Hilfe für ein Stück Lebensfreude

Mit großen Spenden, vielen Gästen, guten Wünschen und beeindruckenden Geschichten von Alltagshelden feierte der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche im Landeshaus das 30-jährige Bestehen. In drei Jahrzehnten wurde aus einer kleinen Elterngruppe ein Verein, der unzählige Familien in schweren Stunden unterstützt hat.

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30 Jahre Förderkreis für krebskranke Kinder - und jede Menge Spenden.

Quelle: Karin Jordt

Kiel. „Der Förderkreis ist ein Leuchtturm, der nicht abgestellt werden darf“, betonte Schirmherr Karl-Heinz Groth in seiner Festansprache. Der Schriftsteller, dessen Sohn vor Jahren an einem Hirntumor erkrankte, dankte „allen, die diesen Leuchtturm erst möglich gemacht haben“. Dazu gehören zahlreiche Menschen, die den Verein finanziell unterstützen und damit die Arbeit des psychosozialen Teams und besondere Anschaffungen ermöglichen. So konnten in 30 Jahren hunderte von Veranstaltungen für krebskranke Kinder und ihre Familien organisiert, ein Elternhaus und ein Ferienhaus eingerichtet, die Kinderkrebsstation M1 mit gestaltet und eine Stiftung gegründet werden.

 „Wir suchen immer nach Ressourcen, um den Betroffenen die Zeit zu erleichtern“, sagte Prof. Friedemann Geiger vom psychologischen Dienst. Zuwendungen am Krankenbett der Kleinen, etwa malen, basteln und spielen, seien wichtig, erklärte Oberarzt Dr. Simon Vieth. „Schön ist, wenn Kinder lachen können“, so Kinderkrankenschwester Iris Jacobsen: „Da gibt es auch mal einen Laternenumzug durch die Gänge der Station.“

 „Danke für ein Stück Lebensfreude“ und „Cool, dass es euch gibt“, schrieben Patientinnen auf eine Collage mit Fotos, die eine Gruppe von Jugendlichen als Geburtstagsgruß für den Förderkreis gebastelt hatte. Mit Annette Petrauschke, Erzieherin im psychosozialen Team, hatten die jungen Leute eine Freizeit in Falckenstein unterbrochen, um dem Verein zum Geburtstag zu gratulieren. Alle aus der Gruppe haben Therapien wegen einer Krebserkrankung hinter sich. „Das kann jedem passieren“, sagt Alexander, der seit mehr als fünf Jahren wieder gesund und dankbar für die Unternehmungen ist, die über den Förderkreis ermöglicht wurden. „Es ist wichtig, dass man neuen Lebensmut bekommt, es lohnt sich zu kämpfen“, berichtet Marcel, der die Therapien ebenfalls hinter sich hat.

 Eine Spende über 50000 Euro von Clemens Witt, Geschäftsführer der Firma Hugo Witt, überreichte Uschi Wieck für den Förderkreis. Damit soll vor allem ein Fahrzeug finanziert werden, damit Mitarbeiter die betroffenen Familien auch zu Hause betreuen können. Einen Scheck über 10000 Euro übergaben Hans Meeder und Holm Schmidt vom Rotary Club Eiderstedt/St. Peter-Ording. Eine Spende über 5100 Euro steuerten Silke und Volker Schnack vom LTV (Lauftreffverein) Kiel-Ost für den Förderkreis bei. Das Geld kam zusammen durch einen Benefiz- und Pilgerlauf. Bernd Kruse, Vorsitzender des Fördervereins, und Ralf Lange, Stiftungsratvorsitzender, hatten ebenfalls einen Scheck dabei und übergaben gemeinsam 35000 Euro für Projekte der pädiatrischen Onkologie (Krebsbehandlung bei Kindern und Jugendlichen) am UKSH Kiel.

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