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Die erste Adresse für den Sport

40 Jahre Uni-Sportforum Die erste Adresse für den Sport

Vor 40 Jahren wurde das Uni-Sportforum an der Olshausenstraße in Kiel eröffnet. Am Wochenende feierten das Uni-Institut für Sportwissenschaft und das Sportzentrum den runden Geburtstag gebührend.

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Mit Show- und Tanzeinlagen feierten Sportlerinnen den 40. Geburtstag des Sportforums vor Foto-Einspielungen der markanten Außenfassade. Die Architektur des Gebäudes rief damals bundesweit Aufsehen hervor.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Als das für 40 Millionen Mark gebaute Sportforum an der Olshausenstraße vor 40 Jahren eröffnete, feierten die Kieler Nachrichten es als „tolles Geschenk des Steuerzahlers für die Sportstudenten“. Doch die damals nach München zweitgrößte Anlage der Bundesrepublik war von Beginn an nicht nur eine universitäre Sportstätte, sondern immer auch ein Begegnungs- und Bewegungsort für alle Generationen. Grund genug, dass das Uni-Institut für Sportwissenschaft und das Sportzentrum das Uni-Sportforum am Wochenende mit Show, Akrobatik, Tanz, Stipendien-Vergabe, Absolventen-Ehrungen und Grußworten gebührend feierten.

 Die markante Einrichtung setzte 1975 auch architektonisch mit ihrem abgestuften Betondach und den hohen Glasfassaden Maßstäbe. „Wir wollten, dass von außen und innen zu sehen ist, wie Sport getrieben wird. Wir wollten auch, dass Hochschulsport und Öffentlichkeit verbunden werden“, schrieb Prof. Volkwin Marg vom Hamburger Architektenbüro GMP anlässlich des 20. Geburtstages an den damaligen Leiter des Sportforums, Bodo Schmidt.

 Bernd Lange ist nicht nur als heutiger Leiter des Sportforums ein Kenner der Anlage, sondern auch als Zeitzeuge: Als der Heider nach Kiel zog, um Sport zu studieren, gehörte er zu den ersten, die in der neuen Einrichtung ausgebildet wurden. „Diese Offenheit war für alle neu. Dass bei den Turnübungen Zuschauer zusahen, daran mussten sich auch die Dozenten gewöhnen“, erinnert er sich. Vielleicht ein Grund dafür, dass kurz nach der Eröffnung ein Zettel am Eingang geprangt haben soll mit der Mahnung „Lästern unerwünscht“. Doch alle Vorbehalte lösten sich mit den Jahren auf, weil das Sportforum erfolgreich darin war, die als Elfenbeinturm verrufene Universität mit der Bevölkerung eng zu verbinden und dadurch für eine hervorragende Auslastung zu sorgen. Bis heute bietet der Ferienpass für Kinder Sportspaß während der vorlesungsfreien Zeit im Sommer, gehört die Ski-Gymnastik, die in Vor-Internet-Zeiten als eine Partnerbörse galt, zu den beliebtesten Angeboten, ebenso wie die Schwimmkurse für die Älteren in der Schwimmhalle.

Hier sehen Sie Bilder von den Feierlichkeiten zu 40 Jahre Uni-Sportforum.

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 Von Aikido über Jazztanz bis Zumba: „Seit 40 Jahren bietet das Sportforum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) Studierenden, Mitarbeitern sowie allen Interessierten Sportarten für jeden Geschmack an“, würdigt die Universität ihr Geburtstagskind. Ideale Bedingungen fänden Wassersportlerinnen und -sportler zudem im hauseigenen Segelzentrum. Mit den Jahren kamen Neuerungen dazu, wie etwa die Kletteranlage oder der Bistro-Bereich.

 „Mein Credo ist die Vielfalt, um möglichst viele Menschen zum Sport zu bringen“, meint Lange, der nach dem Studium sofort beruflich ins Sportforum einstieg und 2011 die Leitung übernahm. Aber jeder Hausherr weiß, dass nach 40 Jahren große Sanierungen am Gebäude fällig werden. Wegen einer maroden Filteranlage musste die Schwimmhalle Anfang 2012 für mehrere Monate gesperrt werden, weil durch das undichte Becken Chlorwasser ins Grundwasser lief. Eine millionenschwere Sanierung in einem Wurf, machte auch am Abend bei der Feier Uni-Kanzler Frank Eisoldt klar, gibt das Budget nicht her, aber Schritt für Schritt wird das Forum erneuert: „Der Sanierungsbedarf wird kein Thema sein, unter dem das Sportforum leiden muss.“ Derzeit, berichtet Lange, liefen eine Techniksanierung des Schwimmbades und eine Dachsanierung.

 Das Sportforum, das der Kanzler heute noch als Aushängeschild der CAU und des Sports sieht, ist laut Lange für die Zukunft gut aufgestellt. Sieben Hallen unter einem Dach hätten eine Kommunikationsstätte geschaffen, die bis heute das Forum heraushebe: „Die Größe, die Offenheit, die Helligkeit – ein solches Konzept finden Sie in ganz Deutschland nicht mehr“, ist er überzeugt.

 Unter den 160 Gästen war Bodo Schmidt, der als Direktor die Bauphase bis zur Eröffnung des Sportforums im Jahr 1975 verantwortete. Zahlreiche Sportgruppen zeigten anschließend beim Tanzen, Jonglieren, Boxen und Turnen ihr Können. Als weiterer Höhepunkt übergaben Dr. Christine Toffel (Vorstand Kieler Volksbank) und Eisoldt das Spitzensport-Stipendium (250 Euro pro Monat für ein Jahr) an die Seglerin und Jurastudentin Ann-Kristin Wedemeyer. Zudem wurden Absolventen der Masterstudiengänge des Instituts für Sportwissenschaft verabschiedet.

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