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40 neue Wohnungen in der Fleethörn

Kiel 40 neue Wohnungen in der Fleethörn

Eine jahrzehntealte Baulücke mitten in der Kieler Innenstadt soll sich schließen: Auf einem 1500 Quadratmeter großen Brachgrundstück an der Fleethörn will die Frank Heimbau Nord GmbH 40 Eigentumswohnungen errichten. Der Baustart ist für Frühjahr 2016 angepeilt.

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Auf diesem Brachgrundstück an der Fleethörn sollen ab kommendem Jahr 40 Eigentumswohnungen entstehen.

Quelle: Christoph Jürgensen

Kiel. Noch bis vor einiger Zeit gehörte die große Schotterfläche, die als Parkplatz genutzt wird, der Firma Haribo. Anfang dieses Jahres hat die Frank Heimbau das Areal von den Haribo-Erben erworben und seitdem zusammen mit dem Büro Schnittger Architekten + Partner GmbH verschiedene Entwürfe für eine mögliche Bebauung entwickelt. Das Projekt sei inzwischen soweit gediehen, dass man Anfang August einen Bauantrag einreichen wolle, berichtete Architekt Robert Stüer in der Julisitzung des Ortsbeirats Mitte. Die Rahmenbedingungen für die Planung seien nicht einfach gewesen, so Stüer. Das künftigen Baugrundstück sei „eingekesselt“ in fest vorgegebene Randbedingungen: Auf der einen Seite fänden sich fensterlose Brandmauern einer kaiserzeitlichen Vorder- und Hinterhausbebauung, die geradezu danach riefen, an ihnen anzubauen. Auf der anderen Seite zur Muhliusstraße hin erstrecken sich Wohnhäuser aus der Nachkriegszeit.

 Ziel der Planer war es, für das dazwischenliegende Brachgrundstück eine Lösung zu finden, die sich in die Umgebung einfügt, sich weder unterordnet noch zu sehr herausragt. Das Ergebnis: An der Fleethörn planen Schnittger-Architekten einen Riegel, der in zwei Blöcke unterteilt ist, um die Höhenentwickelung der Straße aufzunehmen und zwischen den Firstlinien der benachbarten Gebäude zu vermitteln. Wie die Bestandsbauten soll auch der Neubau zur Fleethörn hin ein Satteldach bekommen, über dessen Material jedoch nicht endgültig entschieden ist. Im Erdgeschoss gibt es zwei Einfahrten: Auf der rechten Seite geht es in eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen und in einen kleinen Innenhof, auf der linken Seite befindet sich die Feuerwehrzufahrt zum eigentlichen Innenhof mit privaten Gärten und Vorbereichen für die Wohnungen. Das Erscheinungsbild des „Vorderhauses“ ist als lockere Verblendfassade mit wertigen Ziegelsteinen und tiefen Fenstern angedacht. Im hinteren Bereich des Grundstücks sollen sich ein kleinerer Gebäudeabschnitt mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss und ein größerer, viergeschossiger Abschnitt mit Staffelgeschoss anschließen, jeweils von Flachdach bedeckt.

 Die Nachbarn warten bereits seit einiger Zeit mit Spannung darauf, was sich in der großzügigen Baulücke nebenan tun wird. Einige von ihnen befürchten, dass der Neubau ihnen das Licht nehmen könnte. „Sie verlieren keine Sonne“, versprach Stüer. Verschattungsstudien hätten gezeigt, dass die Neubebauung andere Wohnungen nicht beeinträchtigen werde.

 Beim Ortsbeirat kam das Bauvorhaben gut an. „Ich finde es sehr begrüßenswert, dass diese Lücke nun geschlossen wird“, sagte Jasmin Bauer (SPD), „Wir brauchen Wohnungen in der Innenstadt.“ „Vor Jahren hatten wir das Problem, dass unsere Innenstadt zu veröden drohte“, erinnerte Rainer Tschorn (CDU). Inzwischen hätten viele Neubauprojekte Bewegung in die Stadtmitte gebracht.

 Den Einwand von einigen Bürgern, dass bei dem vorliegenden Bauvorhaben das Grün zu kurz komme, konnte der Ortsbeirat nicht uneingeschränkt gelten lassen. „Es geht hier ja keine Grünfläche verloren“, so Tschorn. Der bisherige Parkplatz sei überhaupt nicht begrünt gewesen. Architekt Stüer stellte in Aussicht, dass man zusammen mit den 40 Wohnungen so viel Grün wie möglich schaffen werde, schon im eigenen Interesse. Baubeginn könnte, wenn alles glatt läuft, im Frühjahr 2016 sein. Die Bauzeit würde voraussichtlich ein bis anderthalb Jahre dauern.

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