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Ehrgeiz, möglichst viele Ringe zu schießen

50 Jahre Schützenverein Ehrgeiz, möglichst viele Ringe zu schießen

Der Schützenverein Kiel von 1965 feiert sein 50-jähriges Bestehen mit der 42. Tannenberger Schießsportwoche vom 16. bis 19. September und dem krönenden Schützenfest am 20. September. Bei dem Laternen- und Fackelumzug am Freitag mit anschließendem Kinderfest am Klubhaus in Tannenberg hoffen die Sportschützen auf rege Beteiligung.

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Sie freuen sich auf das Jubiläum: Kristin Pagels (stellv. Schriftführerin, v.li.), Karl-Heinz Schacht und Kai Schröder (beide stellv. Vorsitzende), Bastian Schulz und Karen Broßat.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Kai Schröder räumt mit einem Vorurteil auf: „Wir haben uns von verstaubter Tradition getrennt und haben uns zu einem modernen Schießsportverein entwickelt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende. Wohl auch deshalb habe sich die Mitgliederzahl des Schützenvereins Kiel in den vergangenen Jahren ständig erhöht. 135 Mitglieder im Alter von 25 bis 75 Jahren trainieren zurzeit kontinuierlich mit Luftdruckgewehren und -pistolen sowie Klein- und Großkalibergewehren auf den Schießständen und nehmen regelmäßig an Kreis- und Landesmeisterschaften sowie an Wettkämpfen anderer Vereine und Gilden teil.

 Das Erfreuliche: Zahlreiche der Mitglieder engagieren sich über den Sport hinaus ehrenamtlich für den Verein, sagt Schröder. Die Schieß- und Außenanlagen würden in Eigenregie überprüft und gepflegt. So sei es auch vor dem Jubiläum gewesen, zu dem die Schießanlagen darüber hinaus einen neuen Außenanstrich erhalten haben. Mit seinen Finanzen komme der Verein ganz gut über die Runden. Über jedes neue Mitglied würden sich die Schützen aber freuen. Mit 40 Jahren sei das Durchschnittsalter relativ niedrig. Bisher sei es aber nicht so recht gelungen, Jugendliche für den Schießsport zu begeistern.

 Dabei übe der Schießsport eine besondere Faszination aus. „Konzentration und Kondition sind wichtig“, sagt Kristin Pagels. Das seien Voraussetzungen, um zum Beispiel den Durchgang mit 60 Schuss aus dem 4,5 Kilogramm schweren Luftdruckgewehr bei Landesmeisterschaften erfolgreich zu bestehen. Stress sei – wie auch Alkohol – absolut kontraproduktiv. Und natürlich sei auch Ehrgeiz im Spiel, so viele Ringe wie möglich zu schießen. Wer nur „ballern“ will, sagt Kai Schröder weiter, habe im Verein keine Chance. Hohe Sicherheitsstandards müssten gewährleistet sein. So seien zum Beispiel Großkaliberwaffen im Verein – wie auch zu Hause – nur in speziellen Schränken deponiert. Zugriff auf den Vereinstresor hätten nur vier Vorstandsmitglieder.

 Nach der Vereinsgründung an 9. Januar 1965 wählten die Schützen zunächst die Gaststätte „Seeperle“ in Wellsee als Vereinslokal. Dort wurde auf dem vorhandenen Saal geschossen. 1967 siedelte man zur Siedlergemeinschaft Tannenberg um, deren Vereinsheim auch das des Schützenvereins Kiel wurde. In den Folgejahren entstanden mehrere Schießstände und der Bau eines Bogenschießplatzes. Dort trainiert heute der 1. Kieler Bogenclub.

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