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50 Jahre TuS H/M Sie bewegen den Stadtteil

Ihr Entschluss war vor 50 Jahren sportlich-schnell gefasst: Am 23. September 1965 kamen 13 Herren um den Ratsherren Helmut Roick in der Gaststätte „Waldesruh“ zusammen und gründeten den Turn- und Sportverein Hasseldieksdamm/Mettenhof e.V. (TuS H/M).

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Hans-Jürgen Bauer, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Hasseldieksdamm/Mettenhof (rechts) und sein Vorgänger Dieter Kapelke (Vorsitz von 1996-2002) planen das Programm zum 50-jährigen Bestehen des TuS H/M. Auch auf den Tennisplätzen hinter dem Vereinsheim wird es im September Aktionen geben.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. Die Bewohner des neuen Stadtteils Mettenhof, so ihre Begründung, bräuchten nicht nur Wohnraum, sondern auch eine Möglichkeit, sich in ihrem Umfeld sportlich zu betätigen. Zwei Jahre bevor die ersten Neubauten bezogen wurden, nahm der Verein sein aktives Programm auf.

„Der Verein wurde 1965, nur vier Monate nach der Grundsteinlegung für den Stadtteil, gegründet, das war schon sehr vorausschauend“, loben Dieter Kapelke, der Roick 1996 als Vorsitzender ablöste, und ihr heutiger Nachfolger, Hans-Jürgen Bauer. Entscheidend mit zur Gründung beigetragen hatten aber auch die Fertigstellung der Turnhalle der Gorch-Fock-Schule als künftige Sportstätte des Vereins und nicht zuletzt das Interesse der Bürger aus Hasseldieksdamm an sportlicher Betätigung. „Nach dem Krieg gab es in Hasseldieksdamm den Sportverein ‚Rot-Weiß‘, der hatte seine Aktivitäten allerdings eingestellt“, weiß Kapelke. „Die Bürger wollten einen Ersatz – und den haben sie im TuS H/M gefunden.“

 Anfang November 1965 begann der Sportbetrieb: zehn Übungsstunden Turnen für Jugendliche und Erwachsene, vier Stunden Tischtennis und eineinhalb Stunden Handball wurden pro Woche angeboten, ab Mai 1967 kam eine Fußballmannschaft hinzu. „Durch den Bau der Mettenhofer Schulen plus Turnhallen konnten wir unseren Sportbetrieb ausweiten“, erinnert sich der 74-jährige Kapelke. Rollisport, Badminton, eine Wandergruppe, Seniorensport und weitere Gruppen kamen hinzu. Mit der Bezirkssportanlage neben dem Bildungszentrum Mettenhof bekamen schließlich auch die Leichtathleten Platz für ihre Trainingseinheiten. Gleichzeitig begann der Bau des neuen Vereinsheims in der Vaasastraße 45 neben der Sportanlage. 1980 wurde das Haus eingeweiht. „Gute 1,2 Millionen DM hatte der Bau gekostet, über 300000 DM davon hatte der TuS selbst aufgebracht“, erinnert sich Kapelke. Damals war der Verein über 2800 Mitglieder stark, heute sind es rund 1300. „Wir gehören immer noch zu den mitgliederstärksten Vereinen Kiels“, so Bauer.

 „Zwölf Sparten bietet der TuS an“, erzählt der 66-jährige Vorsitzende. Die größten sind – wie schon vor 50 Jahren – Turnen und Gymnastik. „Viele kommen über das Mutter- und Kind-Turnen zum Verein“, weiß der Familienvater aus eigener Erfahrung. Doch längst erreicht der TuS H/M nicht mehr alle Menschen. „Durch den Wandel im Stadtteil, dem Zuzug von vielen Menschen anderer Kulturen, die den Vereinsgedanken nicht kennen, durch die Tatsache, dass sich viele Menschen nicht mehr fest an einen Verein oder als Trainer an ein Ehrenamt binden wollen und nicht zuletzt durch Schwierigkeiten im Vorstand kam es besonders ab 2002 zum Rückgang der Mitgliederzahlen“, berichten Bauer und Kapelke. Erst mit der Wahl von Bauer gab es ab 2007 wieder verlässliche Kontinuität im Vorstand – und frische Ideen: So bietet der TuS mit Zumba für Frauen in nicht einsehbaren Räumen inzwischen auch Sport für muslimische Frauen an.

 Nicht der kulturelle Hintergrund jedes Einzelnen, sondern die Gemeinschaft aller ist der TuS-Führung wichtig. „Wir wollen den Verein als Ort des guten Miteinanders bewahren und auch künftig für alle und mit allen Sportbegeisterten ein optimales Angebot für Bewegung schaffen“, erklären Bauer und Kapelke. Das sind die langfristigen Ziele des Sportvereins – damit der TuS Hasseldieksdamm/Mettenhof in ferner Zukunft auch seinen 100. Geburtstag feiern kann.

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