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Ein Vorbild für Kiel

Aarhus-Besuch Ein Vorbild für Kiel

Kiel steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen, das Bevölkerungswachstum und der Wohnungsbau sind drängende Probleme. Ähnliche Herausforderungen hat Aarhus schon gemeistert. Um von den Erfahrungen des dänischen Nachbarn zu profitieren, reiste nun eine Kieler Delegation nach Aarhus.

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Zu Gast in Dänemark: Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ließen sich in Aarhus zeigen, wie die zweitgrößte Stadt des Nachbarlandes ihre Probleme löst.

Quelle: Stadt Kiel

Aarhus/Kiel. Ein Holsten-Fleet hat Aarhus schon. Mitten durch die Innenstadt schlängelt sich der Fluss Aarhus Å, der in den 1920er Jahren zugebaut und in den vergangenen 20 Jahren Stück für Stück wieder freigelegt wurde. Am Ufer des Flusses haben sich Cafés angesiedelt, außerdem gibt es viele Sitzgelegenheiten. All das hat zu einer Belebung der Innenstadt geführt. Einen ähnlichen Effekt erhoffen sich Teile der Kieler Delegation auch für die Landeshauptstadt, wenn das Holsten-Fleet fertig ist.

Auch Aarhus ist eine wachsende Stadt

Zwischen der Landeshauptstadt und Aarhus gibt es aber noch weitere Parallelen, die über die Größe und Lage hinausgehen. Vor allem stehen beide Städte vor den Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Wie Kiel hat auch Aarhus in den vergangenen Jahren stetig Einwohner gewonnen. Auf vielen Freiflächen hat die Stadt neue Wohnungen gebaut, im ehemaligen Hafengelände entsteht ein ganz neuer Stadtteil. "Ich habe das Gefühl, Aarhus ist in vielem Kiel etwa fünf bis zehn Jahre voraus. Wir können von vielem profitieren, was hier gemacht wurde", sagt Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer.

Ratsversammlung lässt Städtepartnerschaft prüfen

Um den Kontakt zu Aarhus auszubauen, hat die Ratsversammlung im März den Antrag gestellt, eine Städtepartnerschaft zu prüfen. Schon jetzt steht fest, dass es zwischen beiden Städten keine klassische Städtepartnerschaft geben wird.

"Städtepartnerschaften haben sich in den vergangenen Jahren verändert", erklärt Stadtpräsident Hans-Werner Tovar. Früher habe die Völkerverständigung im Mittelpunkt gestanden, heute habe sie eher einen wirtschaftlichen Bezug und den Charakter einer Projektpartnerschaft. Darauf setzen die Verantwortlichen nun im Kontakt mit Aarhus.

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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