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Gute Aussichten für Floristen

Abschlussausstellung Gute Aussichten für Floristen

Blumen so weit das Auge reicht präsentieren am heutigen Donnerstag die Floristen-Azubis des Industrie- und Handelskammerbezirks Kiel (IHK) und zeigen in einer Abschlussausstellung, was sie in den vergangenen drei Jahren gelernt haben. Ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut.

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Klare Vorgaben, 40 Minuten Zeit: Nachwuchsfloristin Hannah Mattsson arbeitet für ihre Abschlussprüfung konzentriert an einem Blumengebinde.

Quelle: Hamid Saeidi

Kiel. „Ich war vor der Prüfung total aufgeregt. In den letzten Wochen hatte ich echt den Kopf voll“, erzählte Absolventin Hannah Mattsson. Jetzt freue sie sich sehr über die bestandene Ausbildung und will „erstmal Urlaub machen“. Für ihre Abschlussprüfung musste die 22-Jährige ihr Können mit vier praktischen Arbeiten beweisen: Ein Pflanzgesteck, einen Geschenkstrauß, eine gesteckte Gefäßfüllung und ein großes Werkstück, das zuvor theoretisch vorbereitet werden sollte. Bewertet wurde in den Kategorien Handwerk, Gestaltung und Farbe. „Für mein Gesellenstück habe ich einen Urnenkranz ausgesucht, die mache ich zusammen mit großen Gestecken am liebsten“, berichtete Mattsson. Die Aufgabe: Ein säulenförmiger Kranz in den Farben Rot, Orange, Lila und Rot für einen verstorbenen Mann. „Der Schmuck sollte sommerlich sein und an eine wilde Wiese erinnern.“ Daher habe sie mit Kamille, verschiedenen Gräsern und Freilandrosen gearbeitet, sagte die Floristin aus Tökendorf. 80 Minuten Zeit hatten die Prüflinge für die Aufgabe. „Das war viel Feinarbeit. Am Ende hatte ich aber sogar noch Zeit über.“

 Dass die Chancen für Floristen auf dem Arbeitsmarkt gut sind, bestätigte Petra Schleßelmann, Vorsitzende des Prüfungsausschusses. „Fachleute werden mit Handkuss genommen“, sagte sie. „Die Nachfrage ist groß, aber die Betriebe zeigen eine geringe Bereitschaft, auszubilden.“ Gründe seien die nötige intensive Betreuung der Azubis und eine schwankende Arbeitsauslastung in den Betrieben. Hinzu komme, dass der „Traumberuf“ kein besonders hohes Lohnniveau habe.

 „Seit sechs, sieben Jahren sinkt die Zahl der Azubis stetig“, sagte auch IHK-Ausbildungsberaterin Cornelia Neugebauer. Von 18 Lehrlingen hätten jetzt sechs ihre Ausbildung beendet. „Es sieht immer alles leicht aus, ist aber körperlich harte Arbeit.“ Die Azubis müssten motorisches Geschick, ein gutes Farbverständnis, freundliches Auftreten ein gutes Gedächtnis mitbringen, erklärte Neugebauer. Aber: „Talent ist immer wichtiger als der Schulabschluss.“

 Abschlussausstellung der Floristen: Donnerstag, 7. Juli, 9 bis 17 Uhr, Haus der Wirtschaft, Bergstraße 2

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