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Diese Spende empört die Stadt

Achmat-Kadyrow-Foundation Diese Spende empört die Stadt

Eine Spende für Flüchtlinge löst bei der Stadt Unverständnis und Empörung aus. Die Achmat-Kadyrow-Foundation will 100 000 Dollar für Projekte zur Verfügung stellen. Nach Angaben der Stadt stellt sich die Spende der Stiftung allerdings als „politisch eigennütziges Angebot“ des tschetschenischen Präsidenten dar.

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Mario Lemke (links) und Timur Dugazaev luden am Donnerstag und am Freitag Flüchtlinge in das Gaardener Eventcenter Arcadia zu einem Essen ein, das eine Stiftung aus Tschetschenien finanzierte. Die Asylbewerber freuten sich und bedankten sich für die Speisen.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Am Donnerstag lud ein Kieler tschetschenischer Herkunft Asylbewerber in das Eventcenter Arcadia in Gaarden zu einem Essen ein, das von dem Geld bezahlt wurde. Nach Angaben der Veranstalter nahmen daran etwa 700 Flüchtlinge teil.

 Der Boxmanager Timur Dugazaev hatte zusammen mit dem Kieler Sportrechte-Vermarkter Mario Lemke dem Stadtrat Gerwin Stöcken das Geld für die Flüchtlingshilfe angeboten. Die beiden fragten im Rathaus an, ob die Landeshauptstadt die Idee, Flüchtlinge ins Eventcenter Arcadia einzuladen, unterstützen wolle. Das habe Stöcken abgelehnt und darauf verwiesen, dass „die Spende rein privat organisiert werden“ müsse, heißt es in einer städtischen Pressemeldung. Dugazaev ist Tschetschene und managt den amtierenden Boxweltmeister Ruslan Chagaev aus Usbekistan, der mittlerweile Kieler ist und am 17. Oktober seinen Titel in der Sparkassen-Arena verteidigen will. Die AK-Foundation wiederum unterstützt den Boxer und sagte Dugazaev das Spendengeld zu.

 Was dargeboten worden sei wie ein religiöses Engagement, stelle sich nun als politisch eigennütziges Angebot des tschetschenischen Präsidenten heraus, teilte die Stadtverwaltung mit: Er habe in sozialen Netzwerken verlauten lassen, die Stadt Kiel unterstütze die Einladung und beteilige sich an der Organisation.

 „Diese Behauptung ist frei erfunden“, sagte Stöcken und zeigte sich empört darüber, „dass hier die Notlage von Menschen für politischen Selbstzweck schamlos ausgenutzt wird.“ Weitere während des kurzen Gesprächs angekündigte Spendenangebote werde die Landeshauptstadt daher ohne nähere Prüfung ebenfalls ablehnen.

 Die 700 Flüchtlinge seien jedenfalls froh über das Essen gewesen, sagte Lemke. „Es gab Reis, Fleisch und Gemüse. Die Stimmung war sehr gut. Die Menschen haben sich anschließend bei uns bedankt.“ Mit Shuttlebussen hatten sie Asylbewerber aus der Erstaufnahmeeinrichtung am Nordmarksportfeld abgeholt, andere kamen aus der Notunterkunft in der Markthalle zu Fuß nach Gaarden. Auch am Freitag gab es ein Essen. Lemke kündigte an: „Ich will jetzt Gespräche mit dem DRK führen, um für die Kinder am Nordmarksportfeld einen Spielplatz zu bauen. Auch die Einrichtung auf dem Gelände des ehemaligen MFG5 am Schusterkrug soll mit dem Geld aufgewertet werden.“

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