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Züge schlängeln sich durch die Anlagen

Adventsausstellung Züge schlängeln sich durch die Anlagen

Der Weihnachtsmannzug ist wohl das begehrteste Teil bei der Adventsausstellung des Kieler Eisenbahnmodellbauclubs in der Pestalozzistraße 93. Seit Jahrzehnten bauen die 40 Miniaturkünstler an ihrer imposanten Anlage und ein paar Mal im Jahr öffnen sie für interessierte Besucher ihre Türen.

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 Bei der Adventsausstellung gab es viel zu staunen.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. „Kommen Sie und lassen sich verzaubern“, steht in der Einladung des Modelleisenbahnclubs Kiel. Die Züge in der Größe H0 düsen durchs Clubheim in der Pestalozzistraße am Nordhafen. In der Adventszeit öffnen die 40 Mitglieder des Vereins alljährlich die Türen zu ihrer Miniaturwelt. Es ist ein gut gewählter Zeitpunkt: Denn wer verbindet die elektrische Eisenbahn nicht mit Weihnachten?

Auf 150 Quadratmetern haben die Miniatureisenbahner in den vergangenen 35 Jahren insgesamt 1000 Meter Gleise verlegt, 250 Weichen verbaut und Landschaften, Industrieanlagen und Bahnhöfe mit viel Liebe zum Detail nachgebaut.

An der Kasse sitzt Jürgen Eckert (78). Seit Kartenautomat stammt aus den 60er-Jahren. Damals hatte wohl auch die Modelleisenbahn in der Beliebtheit ihre Hochzeit. „Unseren Verein gibt es seit 1957“, erzählt er. „Wir hatten erst einen Fuhrwagen auf dem Parkplatz am Schützenwall und sind in den 80er-Jahren hier in die ehemalige Baracke der Post umgezogen.“ Seitdem treffen sich die Mitglieder immer mittwochs zum Vereinsabend und bauen an der Anlage. Er liebt es immer noch sich mit der Eisenbahn zu beschäftigen und findet es schade, dass der Verein doch erhebliche Nachwuchssorgen hat: „Wir haben einen 13-jährigen Jungen dabei, aber eben nur einen“, sagt er und wundert sich darüber.

Gerade verlässt eine Familie die Ausstellung, ihren fünfjährigen Jungen weinend hinter sich herziehend. Der Steppke will lieber weiter den Loks zuschauen und mit der Eisenbahnen spielen: Denn Kinder haben hier selbst die Möglichkeit, an einem der Module die kleinen Bahnen zu steuern. Den Drehknopf hat Maximilian (2) fest im Griff. „Der Junge muss ja an die elektrische Eisenbahn gewöhnt werden“, sagt Opa Otto schmunzelnd. Hans Otto Berndsen und Oma Irmgard Tigges haben ihren Spaß am Enkelkind, das mit großen Augen hinter den Zügen herschaut.

Auch Aaron (4) und Amilia (6) staunen. Immer wieder zeigen sie auf die Szenen mit den winzig kleinen Menschen, an denen hin und wieder ein Zug vorbei rauscht. „Das ist eine schöne Ausstellung und auf jeden Fall mit Kindern ein Besuch wert“, bestätigt Vater Andreas Körke, der gar nicht so eine große Anlage erwartet hatte. Neben den Eisenbahnlandschaft wartet auf die Besucher eine neue Attraktion, der Nachbau des Nordhafens. Den schaut sich Björn Jeschke aus Bremen ganz besonders an und ist begeistert: „Ich bin selber Eisenbahner. Ich wollte nur mal gucken“, sagt er. „Die Anlage hier, in dem unscheinbaren Gebäude, ist ein echtes Juwel.“

Die nächste Gelegenheit für einen Besuch in der Ausstellung bietet sich im Januar. Der Modelleisenbahnclub Kiel öffnet an drei Wochenenden dann noch einmal seine Türen.

Weitere Informationen unter www.mec-kiel.de

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