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Steckrüben und Sterne-Ambitionen

„Ahlmanns“ Steckrüben und Sterne-Ambitionen

Es ist ein schöner Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne, den das neue Feinschmecker-Refugium des Kieler Kaufmanns vermittelt. Gedeckte Brauntöne, wertige Holzmöbel und historische Gemälde sorgen für Behaglichkeit, stylische Lampen und zeitgemäßes Geschirr geben zugleich das Gefühl, hier am Puls der Zeit zu speisen.

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Mathias Apelt und Restaurantleiterin Britta Künzl möchten ein zugängliches Gourmet-Restaurant betreiben.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Einen ähnlichen Eindruck vermittelt auch die Karte, mit der Mathias Apelt die Gäste ins frisch eröffnete „Ahlmanns“ lockt. Der seit 2011 im Kaufmann wirkende Spitzenkoch, dessen Künste vor seiner Kieler Zeit bereits in Wiesbaden und Rothenburg mit jeweils einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurden, hat im Norden seine Leidenschaft für heimische Produkte entdeckt. In seinem aktuellen Menü kombiniert er beispielsweise gebackene Steckrübe mit Rauchaal oder auch Schweinebacke mit gebranntem Lauch und Marzipan und hebt die aus bodenständigeren Zusammenhängen bekannten Zutaten elegant und kreativ in höhere kulinarische Sphären. So konnten die 25 geladenen Stammgäste, Mitglieder des Vereins Kieler Kaufmann und Pressevertreter am Montag beim Pre-Opening des nun offiziell eröffneten „Ahlmanns“ nicht nur Kiels erstes Restaurant mit berechtigter Sterne-Ambition erleben, sondern auch einen stilistisch bemerkenswert profilierten Neuzugang in der schleswig-holsteinischen Spitzengastronomie-Szene an sich.

Drei-Gänge-Menü für 50 Euro

Bewusst möchten Mathias Apelt und Restaurantleiterin Britta Künzl ein zugängliches Gourmet-Restaurant betreiben. Das Drei-Gang-Menü im „Ahlmanns“ kostet 50 Euro und ist bis zu acht Gängen erweiterbar, die Atmosphäre wirkt ebenso entspannt wie der Service. Mit der Eröffnung ist die gastronomische Neuaufstellung des Kieler Traditionshotels abgeschlossen, das parallel den als modernes Steakhaus konzipierten „Kaufmannsladen“ sowie die Bar „Soll & Haben“ beherbergt. Zeitgleich geht auch der Umbau des Hauses ins Finale, das seinen Gästen nun insgesamt 60 Zimmer und einen stark erweiterten Veranstaltungsbereich anbietet. Durch die vom Verein „Der Kieler Kaufmann“ getragenen Maßnahmen hätten die Gastgeber Marlies und Carl-Heinz Lessau das Hotel erfolgreich für die Zukunft aufgestellt, betonte am Montag Jan Christoph Kersig, der Präsident des Vereins.

Mit dem „Ahlmanns“ erhält die nordische Fine-Dining-Szene neuen Rückenwind, die sich in den vergangenen Jahren sehr wechselhaft entwickelte. Während Schleswig-Holsteins einziger Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling von Travemünde nach Hamburg wechselte, auf Sylt mehrere Sternerestaurants verschwanden und auch der Plöner Spitzenkoch Robert Stolz sein Restaurant schloss, wurden im Gegenzug das „1797“ in Panker und das „Courtier“ in Weissenhaus mit jeweils einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Jüngst gelang es Frank Nagel, dem neuen Direktor des Weissenhaus Grand Village Resort & Spa, Christian Scharrer als zukünftigen Küchenchef des „Courtier“ zu gewinnen. Scharrer hatte zuvor im Travemünder „Buddenbrooks“ zwei Michelin-Sterne gehalten und gilt als einer der besten Köche Deutschlands. 2014 war er nach Ascona ins Restaurant „Aphrodite“ gewechselt.

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