20 ° / 14 ° stark bewölkt

Navigation:
Flashmob gegen Rassismus in Kiel

Aktion Arschloch Flashmob gegen Rassismus in Kiel

Mitten in Kiel hat sich am Sonnabend ein Flashmob formiert: Gut 200 Teilnehmer sangen „Schrei nach Liebe“ von der Gruppe Die Ärzte – eine lautstarke Demonstration für Toleranz und Solidarität mit den Flüchtlingen. Es war Teil der "Aktion Arschloch", die zeitgleich in vielen deutschen Städten stattfand.

Voriger Artikel
Stena einmal von der anderen Seite
Nächster Artikel
Kiel.Lauf 2015: Eine Stadt im Lauffieber

An der Hörn fand am Sonnabend neben dem Drachenbootcup auch ein Flashmob statt.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. An der Hörn ging es am späten Nachmittag vor allem ums Drachenbootrennen. Doch dann zog eine schnell wachsenden Gruppe die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich: Dem Facebook-Aufruf zum Flashmob waren gut 200 Leute gefolgt. Sie stimmten den Song der Ärzte an, hielten unter anderem das Plakat „Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“ Hoch und verschwanden so schnell wie sie gekommen waren. 

Mit „Schrei nach Liebe“ hatten die Ärzte 1993 auf die Anschläge in Mölln und Solingen reagiert. Jetzt erlebt der Song eine Renaissance und erobert wieder die Charts. Der Grund ist klar: In dem Text geht es um einen Neonazi und einen Erklärungsversuch, was hinter rechtsextremer Gewalt steckt. Wörtlich heißt es: „Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe. Deine Springerstiefel sehnen sich nach Zärtlichkeit. Du hast nie gelernt dich zu artikulieren. Und deine Eltern hatten niemals Zeit für dich Zeit, oh, oh, oh, Arschloch!“ Der Refrain ist inzwischen zum Namen einer bundesweiten Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit geworden.

Weitere Videos und Fotos von der Aktion an der Hörn finden Sie hier.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Events in Kiel

Veranstaltungen in Kiel
Aktuelle Termine, News, Infos.

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3