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Umwelt und Gesundheit sagen Danke

Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ Umwelt und Gesundheit sagen Danke

Schleswig-Holstein ist ein sportliches Land. Bei der Mitmach-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ nahmen diesmal 2295 Menschen aus 610 Betrieben teil und traten drei Monate lang kräftig in die Pedale.

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Radfahren macht auch bei schlechtem Wetter Spaß: Carsten Massau, Hans-Adolf Bilzhause, Thomas Haeger und Gewinnerin Stefanie Bäuchler treten fröhlich in die Pedale – und das nicht nur für den Fotografen.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Insgesamt umrundeten sie mit ihrer Kilometerleistung 22-mal die Welt, bauten zwei Millionen Kalorien ab und sparten 120 Tonnen Kohlendioxid ein. Bei einer kleinen Feierstunde wurde jetzt das „fahrradaktivste Unternehmen“ ausgezeichnet: Die Mitarbeiter der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) konnten sich über einen 500-Euro-Scheck freuen.

 Bereits zum zwölften Mal organisierte die AOK die Aktion gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Wer mitmachen wollte, musste zwischen dem 1. Juni und dem 31. August an mindestens 20 Arbeitstagen alleine oder in der Gruppe mit dem Rad zur Arbeit fahren. Für Stefanie Bäuchler kein Problem. Die 34-Jährige ist so gut wie jeden Tag mit ihrem Rad zur Arbeit unterwegs. Schnee, Regen, Hagel machen ihr nichts aus. „Ich hab’ sowieso immer eine regenfeste Jacke an“, sagte sie pragmatisch. Zu ihrem Dienst ist es auch nicht allzu weit. Eine knappe Viertelstunde braucht sie vom Schreventeich zur Gartenstraße, wo sie als Grafikdesignerin in der Kieler GMSH-Zentrale arbeitet. Da ihr Arbeitgeber sowieso viele sportliche Angebote anbietet, war es keine Frage, auch bei der AOK-Aktion mitzumachen. Und dann hatte sie auch noch ganz viel Glück. Als es um die Verlosung eines weißen Damenrades ging, wurde ihr Name gezogen. „So etwas Tolles hab’ ich noch nie gewonnen“, freute sie sich bei der Preisübergabe. Ihr großes Ziel: Einmal den Elberadweg entlangradeln – weit über 800 Kilometer von der tschechischen Grenze bis hoch zur Mündung. „Da brauche ich nur ganz viele Tage Urlaub“, sagte sie lachend.

 Dass sein Unternehmen gewonnen hat und insgesamt 108 Mitarbeiter auf den Sattel stiegen, erfreute auch GMSH-Geschäftsführer Hans-Adolf Bilzhause. „Mit der Teilnehmerzahl haben wir unser Vorjahresergebnis fast verdreifacht“, sagte er nicht ohne Stolz. Aber seine Mitarbeiter seien ohnehin ziemlich fit. Das Unternehmen mache bei Firmenläufen in Kiel und Flensburg mit, biete viele Betriebssportgruppen vom Tanzen bis zu Tennis an und habe einen Kooperationsvertrag mit einem Fitnessstudio, wo vergünstigt trainiert werden kann. Außerdem gebe es Diensträder und seit diesem Jahr das „Job-Rad“. Das funktioniert genau so wie ein Leasing-Dienst-Wagen, nur eben mit zwei Rädern.

 AOK-Landesdirektor Thomas Haeger freute sich, dass die Aktion nach wie vor so gut angenommen wird. „So kann jeder die eigene Gesundheit stärken, etwas für die Umwelt tun und zudem noch den Geldbeutel schonen“, sagte er. „Außerdem ist das eine sehr soziale Geschichte, wenn man vom Auto aufs Rad umsteigt“, fügte Carsten Massau, ADFC-Landesgeschäftsführer, hinzu. „So macht man Parkplätze für andere frei.“ In einer Stadt wie Kiel, wo extremer Parkdruck herrscht, eine wirklich freundliche Geste.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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