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Drei Millionen zur Förderung des Nanolabors

Universität Kiel Drei Millionen zur Förderung des Nanolabors

Das Nanolabor der Kieler Christian-Albrechts-Universität wird für sechs Millionen Euro ausgebaut. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) übergab dem Dekan der Technischen Fakultät, Eckhard Quandt, am Mittwoch einen Scheck über gut drei Millionen Euro.

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Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Neue medizinische Implantate, superelastische Metalle und unvorstellbar leistungsfähige Sensoren – all das sind Entwicklungen der Kieler Nanotechnologie, die in den vergangenen Jahren wesentliche Grundlagen für neue Werkstoffe und Anwendungen gelegt hat. Ein Erfolg, der ihr jetzt aus verschiedenen Fördertöpfen insgesamt sechs Millionen Euro einbringt. Ministerpräsident Torsten Albig, der einen Förderbescheid überbrachte, nannte die Nanotechnologie eines der großen wissenschaftlichen, aber auch wirtschaftlichen Zukunftsfelder.

Drei Millionen Euro erhält das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik an der Technischen Fakultät aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Nochmal die gleiche Summe steuern die Universität, das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie sowie die Firmen Acquandas und FUMT R&D bei. Das Geld kommt nach Angaben von Universitätspräsident Prof. Lutz Kipp zum richtigen Zeitpunkt, um die Bewerbung im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern zu beflügeln: Für die weitere Phase des Förderprogramms für Spitzenforschung bereiten Kieler Nano- und Oberflächenwissenschaftler derzeit einen Bewerbungsantrag vor. Der Geldsegen „hält uns im Spiel“, sagte Prof. Rainer Adelung, der zu dem Forscherteam gehörte, das 2012 „Aerographit“, das leichteste Material der Welt, herstellte.

Prof. Eckhard Quandt, Dekan der Technischen Fakultät, sprach von einem „tollen Tag“ für das 2007/2008 gegründete Kompetenzzentrum, dessen Herzstück das Nanolabor ist. Das Geld wird in modernste Forschungsgeräte und in fünf weitere Stellen investiert, so dass 15 Ingenieure und Forscher eine Schnittstelle zwischen Universität und Industrie bilden können. Ziel ist es, Unternehmen noch stärker als bisher von Fachleuten beraten zu lassen, Aufträge zu übernehmen und Verbundprojekte der Universität zu unterstützen.

Ob die von der „Gorch-Fock-Apotheke“ in Kiel vertriebene Herpescreme, Material für Energietechnik bis hin zur Entwicklung von Stents und Herzklappen – es gibt bereits gelungene Beispiele für die Zusammenarbeit zwischen dem Nano-Zentrum und der Wirtschaft. Unternehmen, aber auch Ausgründungen aus den Hochschulen, berichtete Quandt, profitierten von der millionenschweren Infrastruktur, die die Fakultät etwa mit dem Nanolabor vorhalten könne: Es bietet auf 660 Quadratmetern Reinräume, modernste Geräte der Dünnschichttechnik und Lithografie sowie eine hochaufgelöste Transmissionselektronenmikroskopie, um Nano- und Mikrostrukturen in einer Umgebung ohne Staubkörner herstellen zu können. „Hier wird vorgedacht, was die Welt verändert. Ich bin sicher, dass es zum Besseren sein wird“, erklärte Albig.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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