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Neues Leben auf alter Brache

Alte Feuerwache Neues Leben auf alter Brache

Wo früher viele Autos auf einer Brache parkten, ist für Investitionen von 30,9 Millionen Euro ein neues Stadtquartier mitten im Herzen Kiels entstanden: Die Alte Feuerwache in direkter Nachbarschaft des noch entstehenden Schlossquartiers füllt sich mit Leben.

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In die Gebäude der Alten Feuerwache zwischen Dänischer Straße und Jensendamm sind bereits die ersten Bewohner der Eigentumswohnungen und Stadthäuser eingezogen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Vor so manchem Gebäude stapeln sich noch die Umzugskartons der neuen Bewohner und in so manchen Haus werkeln die Handwerker, um ihnen den letzten Schliff zu geben. Mit Ausnahme von zwei der 74 Eigentumswohnungen und einer Ladenfläche im Alu-/Stahl-Solitär ist alles verkauft. Auch das Haus Nr. 10 mit 50 Studentenwohnungen steht vor der Fertigstellung.

 Für Pastorin Eva Rincke (48), ihren Mann Peter Foerster und den jüngsten ihrer drei Söhne ist es ein „schöner Anfang“ mit netten Nachbarn im neuen Heim: Die Referentin der Leitung der Nordkirche zog vor zwei Tagen in eins der sechs Stadthäuser ein und wohnt damit nur wenige Meter entfernt von ihrem Arbeitsplatz im Landeskirchenamt, das seinen Altbau komplett saniert und gerade Richtfest für den Neubau am Jensendamm gefeiert hat. Es war nicht nur diese einzigartige Innenstadt-Lage, die den Ausschlag gab für den Kauf (rund 500000 Euro), sondern auch die architektonische Gestaltung des offenen, neuen Viertels. Über drei bis fünf Etagen erstrecken sich die hochwertig gebauten Wohnungen, die 84 bis 147 Quadratmeter Wohnfläche umfassen. Auch eine Krankenschwester (35) freut sich nach dem Auszug aus einem Altbau riesig, mitten in der Stadt zu leben, fußläufig zur Klinik und nah am Wasser. Sie ist einer der wenigen Mieterinnen in den Gebäuden der PAF (Projektgesellschaft Alte Feuerwache Kiel), in der sich die BIG Bau- und Frank-Gruppe zusammengeschlossen haben: Ihre Eltern haben die Zwei-Zimmer-Wohnung mit Terrasse gekauft.

 Während der Grundsteinlegung im Januar 2015 erinnerte Stadtbaurat Peter Todeskino noch an die „vielen Kämpfe“ gegen den Wegfall des Parkplatzes an dieser Stelle oder gegen einen Elektronik-Discounter, der ebenfalls ein Auge auf das Filetgrundstück geworfen hatte. Die Stadt profitiere von der Schließung der innerstädtischen Baulücke, weil sie mehr Leben ins Zentrum bringe und das immer stärkere Bedürfnis nach innerstädtischem Wohnen befriedige, sagte er damals. Dazu gehörten auch Studierende, die zu einer guten Durchmischung des Quartiers beitragen sollen.

 Die Nachwuchs-Akademiker werden den ersten Bewohnern bald folgen: Die Kopplin-Grundbesitzverwaltung, die das Haus am Jensendamm mit 50 Appartements zwischen 18 und 32 Quadratmetern der Projektgesellschaft für etwa 4,2 Millionen Euro abgekauft hat, rechnet mit der Fertigstellung Mitte Dezember. Jetzt besichtigten der neue Eigentümer, Dieter Kopplin aus Schönberg, und Verwalter Christian Niggehoff die letzten Bauarbeiten in der Lounge im Erdgeschoss. Dort soll ein gemütlicher Gemeinschaftsraum für die Bewohner mit Blick in den Ratsdienergarten entstehen. Alle Wohnungen haben eigene Küchenzeilen und ein Duschbad. „Mich hat die Lage gereizt und der hochwertige Bau“, begründet Kopplin, der selbst in Kiel studiert und promoviert hat, die Investition ins „Vier-Sterne-Studentenheim“. Die Ausstattung der möblierten Appartements hat ihren Preis: Die Miete beträgt zwischen 450 und 530 Euro mit allen Nebenkosten inklusive (Weitere Infos unter Tel. 04344/3333).

Spätestens Anfang 2017 zeigt die Alte Feuerwache ihr neues Gesicht komplett: Dann sind auch die Außenanlagen fertig.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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